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DAS HERRENMAHL

 

Von Richard Schmitz

 

1. DAS VORBILD IM PASSAHMAHL

 

Ein Schattenbild des HErrnmahles.

Es ist nicht ein zufälliges Zusammentreffen, daß der HErr Jesus Sein heiliges Mahl im Zusammenhang mit der Feier des Passahfestes gestiftet hat; vielmehr stehen Passahmahl und HErrnmahl in einer inneren Beziehung zueinander. Beidemal handelt es sich um die Erinnerung an eine geschehene Erlösung: bei dem Passahmahl an die Erlösung Israels aus der Knechtschaft Ägyptens, beim HErrnmahl an die Erlösung aus der Herrschaft von Sündenschuld und Todesmacht. Diese Linien zwischen Passahmahl und HErrnmahl wollen wir im Folgenden aufzeigen. Zunächst lesen wir den biblischen Bericht über die Einsetzung des Passah (Passah heißt: verschonendes Vorübergehen, Verschonung):

Darauf gebot der HErr dem Mose und Aaron in Ägypten folgendes: "Der gegenwärtige Monat soll euch als Anfangsmonat gelten; der erste soll er euch unter den Monaten des Jahres sein. Gebt der ganzen Gemeinde Israel folgende Weisungen: Am zehnten Tage dieses Monats, da nehme sich jeder Hausvater ein Lamm, für jede Familie je ein Lamm, und wenn eine Familie zu klein ist für ein ganzes Lamm, so nehme er und sein ihm zunächst wohnender Nachbar eins gemeinsam nach der Zahl der Seelen; ihr sollt auf das Lamm so viele Personen rechnen, wie zum Verzehren erforderlich sind. Es müssen fehlerlose, männliche, einjährige Lämmer sein; von den Schafen oder von den Ziegen dürft ihr sie nehmen. Bis zum vierzehnten Tage dieses Monats sollt ihr sie in Verwahrung haben; dann soll die gesamte Volksgemeinde Israel sie gegen Abend scblachten. Hierauf sollen sie etwas von dem Blut nehmen und es auf die beiden Türpfosten und auf die Oberschwelle an den Häusern strei¬chen, in denen sie die Mahlzeit halten. Sie sollen dann das Fleisch in derselben Nacht essen, und zwar am Feuer gebraten, und dazu ungesäuertes Brot; mit bitteren Kräutern sollen sie es essen. Ihr dürft nicht davon roh oder im Wasser gekocht genießen, sondern im Feuer gebraten, und zwar so, daß der Kopf noch mit den Beinen und dein Rumpf zusammenhängt. Ihr dürft nichts davon bis zum andern Morgen übrig lassen, sondern was etwa davon bis zum Morgen übrig bleibt, sollt ihr mit Feuer verbrennen. Und auf folgende Weise sollt ihr es essen: eure Hüften gegürtet, eure Schuhe an den Füßen und euren Stab in der Hand; und in aller Hast sollt ihr es essen: ein verschonendes Vorübergehen des HErrn ist es. Denn Idi will in dieser Nacht durch Ägypten gehen und alle Erstgeburt in Ägypten sterben lassen, sowohl Menschen als Vieh, und will an allen ägyptischen Göttern ein Strafgericht vollziehen, Ich, der HErr. Dabei soll das Blut an den Häusern, worin ihr euch befindet, ein Zeichen zu eurem Schutz sein; denn wenn Ich das Blut sehe, will Ich schonend an euch vorübergehen, und es soll euch kein tödliches Verderben treffen, wenn Ich den Schlag gegen das Land Ägypten führe."

"Dieser Tag soll dann für euch ein Gedächtnistag sein, den ihr zu Ehren des HErrn festlich begehen sollt; von Gesdilecht zu Geschlecht sollt ihr ihn als eine ewige Satzung feiern. Sieben Tage lang sollt ihr ungesäuertes Brot essen; gleich am ersten Tage sollt ihr allen Sauerteig aus euren Häusern entfernen: denn jeder, der vom ersten bis zum siebenten Tage Gesäuertes ißt, der soll aus Israel ausgerottet werden. Weiter soll am ersten Tage eine heilige Festversammlung bei euch stattfinden und ebenso am siebenten Tage eine heilige Festversammlung; keinerlei Arbeit darf an diesen beiden Tagen verrichtet werden; nur was ein jeder zum Essen nötig hat, das allein darf von euch zubereitet werden. So beobachtet denn das Fest der ungesäuerten Brote; denn an eben diesem Tage habe Ich eure Heerscharen aus dem Lande Ägypten herausgeführt. Darum sollt ihr diesen Tag von Geschlecht zu Gesdiledit als eine ewige Satzung beobachten. Im ersten Monat, am vierzehnten Tage des Monats, am Abend sollt ihr ungesäuertes Brot essen bis zum Abend des einundzwanzigsten Tages des Monats. Sieben Tage lang darf kein Sauerteig in euren Häusern zu finden sein; denn wer da Gesäuertes ißt, der soll aus der Gemeinde Israel ausgerottet werden, er sei ein Fremder oder ein Einheimischer im Lande. Nicht Gesäuertes dürft ihr essen; überall, wo ihr auch wohnen mögt, sollt ihr ungesäuertes Brot essen.  Da berief Mose alle Ältesten der Israeliten und sagte zu ihnen: Gehet und holt euch Kleinvieh, für jede Familie ein Stück, und schlachtet es als Passah. Dann nehmt einen Büschel Ysop, taucht ihn in das Blut im Becken und streicht etwas von dem Blut im Becken an die Oberschwelle und an die beiden Pfosten der Tür; aber keiner von euch darf bis zum andern Morgen aus der Tür seines Hauses hinausgehen. Wenn dann der HErr hindurchgeht, um die Ägypter sterben zu lassen, und das Blut an der Oberschwelle und an den beiden Türpfosten sieht, so wird der HErr an der Tür schonend vorübergehen und dem Würgeengel nicht gestatten, in eure Häuser einzutreten, um euch sterben zu lassen. Ihr sollt aber dieses Gebot als eine Satzung für euch und eure Kinder auf ewige Zeiten beobachten. Auch wenn ihr in das Land kommt, das der HErr euch nach Seiner Verheißung geben wird, sollt ihr diesen heiligen Brauch beobachten. Wenn eure Kinder euch dann fragen: »Was bedeutet dieser Brauch bei euch?«, so sollt ihr antworten: »Es ist das Passahopfer für den HErrn, der in Ägypten an den Häusern der Israeliten schonend vorübergegangen ist, als Er die Ägypter sterben ließ, aber unsere Häuser verschonte.« Da verneigte sich das Volk und warf sich auf die Erde. Hierauf gingen die Israeliten hin und taten so, wie der HErr Mose und Aaron geboten hatte (2. Mose 12, 1 28).

Hier ist zum ersten Male in der Heiligen Schrift von Gott selber die Darbringung eines Opfers angeordnet worden, und zwar ist es ein blutiges Opfer. Daß wir es dabei mit einem Vorbild auf Christus zu tun haben, sagt uns 1. Korinther 5, 7: "Auch wir haben ein Passahlamm, das ist Christus, für uns geopfert." Passah heißt "verschonendes Vorübergehen". Als Gottes Zorn über Ägypten lagerte wie eine dunkle Wetterwolke, da stand Israel unter der Deckung des Blutes des Passahlammes. Während in den Häusern der Ägypter der Tod umging und angstvolles Wehklagen ertönte, feierte Israel in seinen Hütten die Verschonung von Gericht und Untergang, die Erlösung aus der Knechtschaft Ägyptens. Der Hinweis auf Christus liegt auch in der Bestimmung, daß nur fehlerlose Lämmer zum Opfer taugten. So ist nach Hebräer 9, 14 auch Christus ohne jeden Fehler: "Christus hat sich selbst als ein Opfer ohne Fehl durch den ewigen Geist Gott dargebracht, um unser Gewissen zu reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott."

 

Das Wahrzeichen der Erlösung.

Jene Nacht des Passah war die letzte für Israel in Ägypten. Nun hatte der grausame Frondienst unter den Geißelhieben der erbarmungslosen Vögte ein Ende. Nun hörte die Entwürdigung Israels zu einem wehrlosen und rechtlosen Sklavenvolke auf. Dasselbe Passah, das die Verschonung des Volkes Israel vor dem Zugriff des Gerichtsengels Gottes bedeutete, war zugleich das Siegeszeichen der Erlösung von der Drangsal und Todesfurcht. Das Schreien und Wehklagen des unterdrückten Volkes war vor Gott gekommen: "Und Er gedachte an Seinen Bund mit Abraham, Isaak und Jakob, und Er sah darein und nahm sich ihrer an" (2. Mose 2, 24. 25).

Die Stunde der Befreiung hat geschlagen. Ein zahlreiches Volk ist angetreten mit seinem Hab und Gut und mit seinen gesamten Viehbeständen, um in das Land der Verheißung zu ziehen, das Gott dem Volk Israel zu ewigem Besitz zugesprochen hatte, wenn es in Gottes Wegen bleiben würde. Diese Erlösung aus Ägypten steht für immer da als ein Wahrzeichen der Treue Gottes. Er löst das Wort ein, das Er gesprochen hat. Das geschieht keine Stunde zu früh und keine Stunde zu spät, geradeso, wie Er es einst dem Stammvater des Volkes, Abraham, zugesagt hatte (1. Mose 15, 13. 14). Immer wird es dem Volke von seinen Psalmdichtern und Propheten vorgehalten: "Der HErr, der dich aus Ägyptenland geführt hat", und das Gesetz vom Sinai beginnt mit dem Zeugnis dieser Befreiungstat: "Ich bin der HErr, dein Gott, der dich aus Ägyptenland geführt hat" (2. Mose 20, 2).

 

Die Gottestat der Erlösung von Sünde und Todesmacht.

Doch wieviel mehr als die Befreiung Israels aus ägyptischem Frondienst bedeutet die Erlösung der Menschheit aus der Sklaverei der Sünde durch Jesus Christus! "Der Geist Gottes, des HErrn, ruht auf Mir, weil der HErr Mich gesalbt hat, um den Unglücklichen Frohe Botschaft zu bringen. Er hat Mich gesandt, die gebrochenen Herzen zu verbinden, den Gefangenen die Freiheit anzukündigen und den Gebundenen die Entfesselung . . ." (Jesaja 61, 1).

Diese Frohe Botschaft, dieses Evangelium, geht durch alle Lande, und ein Volk, das nicht zu zählen ist, macht sich auf, dem Zwingherrn der Hölle zu entrinnen und im Reiche des Sohnes Gottes Freiheit und Frieden und ewiges Leben zu finden.   Elia hat in schlimmer Zeit geseufzt: "Ich bin allein übriggeblieben, und sie stehen mir nach dem Leben" (1. Könige 19, 14).

Doch Gott läßt den verzagten Propheten wissen: "Ich will in Israel siebentausend Männer übriglassen: alle, deren Knie sich nicht gebeugt haben vor Baal" (1. Könige 19, 18).

In der Vollendung des Neuen Bundes ist die Zahl der Überwinder unzählbar, die dem Ruf der Frohen Botschaft gefolgt sind "aus allen Nationen, Völkern und Sprachen" (Offenbarung 7, 9).

Auf dieser Erde liegt vor allen Erlösten das Land der verheißenen Sabbatruhe, die ewige Heimat, der sie entgegenwandern durch die versuchungsreiche Wüste dieser Zeit, "gegürtet um ihre Lenden, beschuht an den Füßen und den Wanderstab in den Händen als die Hinwegeilenden". Damit ist in der Gleichnissprache, die der Morgenländer liebt und die ihm verständlich ist, die Bereitschaft ausgedrückt, den Bindungen des Weltwesens zu entsagen und dem himmlischen Ziel nachzustreben.

 

Der Blick nach vorwärts aufs Ziel.

Mit dem HErrnmahl ist für das Volk des Neuen Bundes ebenso der Hoffnungsgedanke verknüpft wie für das Volk Israel in Ägypten mit dem Passah. "Denn sooft ihr von diesem Brot esset und von diesem Kelch trinket, verkündigt ihr des HErrn Tod, bis daß Er kommt" (1. Korinther 11, 26).

Jesus mahnt die Seinen: "Lasset eure Lenden umgürtet sein und eure Lichter brennen und seid gleich den Menschen, die auf ihren HErrn warten!" (Lukas 12, 35.)

Es gilt, feste und gewisse Tritte zu tun auf dem steilen Pfad zum Ziel. Der Wanderstab in der Hand ist das Bild des getrosten und entschlossenen Glaubens, der nur von einem Gedanken beherrscht ist: "Fortgerungen, durchgedrungen bis zum Kleinod hin" Die Kinder des Neuen Bundes sind Hinwegeilende: "Valet will ich dir geben, du arge, falsche Welt!" Das HErrnmahl hat vor allem auch eine eschatologische Bedeutung. "Eschatologisch", das bedeutet: im HErrnmahl ist die Zukunft der Gemeinde bereits gegenwärtig. Diese Seite des HErrnmahls ist von den Reformatoren durchweg übersehen worden; einzig Calvin macht eine schwache Andeutung davon. In den sogenannten "Arnoldshainer Thesen" (1958), die durch eine Kommission von evangelischen Theologen aller Konfessionen in jahrelanger Bemühung um das rechte Verständnis des HErrnmahls erarbeitet worden sind, heißt es in der ersten These: "Im Abendmahl lädt der erhöhte HErr die Seinen an Seinen Tisch und gibt ihnen jetzt schon Anteil an der zukünftigen Gemeinschaft im Reiche Gottes." Das Hoffnungsgut der Gemeinde Jesu wird bezeugt durch die Feier des HErrnmahls. Bei dieser Feier hat für den Glauben "die Zukunft schon begonnen", so wie beim ersten Passahmahl in Ägypten vor dem geistigen Auge der "Hinwegeilenden" die heißersehnte Freiheit und die verheißene Heimat stand.

 

Das Fest der ungesäuerten Brote.

In jener letzten Nacht in Ägypten herrschte Eile. Keine Zeit blieb zum Herrichten von Speise und Wegzehrung. Darum sollte ungesäuertes Brot gebacken werden. Was der Eile wegen geboten war, hat eine starke sittliche Bedeutung. Gärung ist Sinnbild der Zersetzung und Verderbnis. Das ungesäuerte Brot soll dem Volk eindringlich die Mahnung ins Herz schreiben: "Ihr sollt heilig sein, denn Ich bin heilig." Daher mußten die Wohnungen der Israeliten vor der Passahfeier peinlich gesäubert werden; keine Spur von Sauerteig oder von gesäuertem Brot durfte in der Wohnung gefunden werden. Sieben Tage sollten die Feiernden ungesäuertes Brot essen, sogenannte Matzen. Darum wird die Passahfeier auch das "Fest der ungesäuerten Brote" genannt.

Für die Kinder Gottes des Neuen Bundes gehen die Tage der süßen Brote durch ihr ganzes Leben. Nach des Apostels Mahnung darf in ihrem Leben "der Sauerteig der Bosheit und Argheit" nicht geduldet werden; vielmehr soll "der Süßteig der Lauterkeit und der Wahrheit" Kennzeichen ihres neu gewordenen Lebens sein (1. Korinther 5, 8). In dem Wort "Lauterkeit" ist der Gedanke von "Sonnenglanz" aufgenommen: was nicht im hellen Licht Gottes bestehen kann, das zerstört die Gemeinschaft mit Christus und mit den Seinen. Nur in der "Wahrheit" kann diese Gemeinschaft aufrechterhalten werden. Vor Gott kann kein Schein  und Lügenwesen bestehen, kein Verdecken und Verstecken, sondern nur Aufrichtigkeit und Lauterkeit.

 

Unter der Deckung des Blutes.

Das Passah bildet eine eigene Opfergattung. Es ist nicht unter die verschiedenen Opferarten unterzubringen, von denen wir in 3. Mose 1 7 lesen. Nur das Blut des Passahlammes bewirkte die Verschonung. Das Blut an den Türpfosten und an der Oberschwelle brachte für die Bewohner des Hauses Geborgenheit vor dem Gerichtsengel Gottes.

Die Passahfeiern sind durch Christus ein für allemal beendet. Die Passahfeier ist durch das HErrnmahl auf eine höhere Stufe erhoben. Aus der Verheißung ist Erfüllung geworden, aus dem Schattenbild Wirklichkeit. Darum ist das HErrnmahl nicht bei einer beliebigen Gelegenheit, sondern im Anschluß an das Passahmahl eingesetzt worden. Jesus ist in Seiner Person das wahre Passahlamm. Der Schattendienst des Alten Bundes ist in Jesus zu seinem Ende gekommen. Der Evangelist Johannes findet eine eindrückliche Beziehung vorn Passahlamm des Neuen Bundes in der Erfüllung des Wortes: "Ihr sollt ihm kein Bein zerbrechen!" (2. Mose 12, 46; Johannes 19, 36.) Das war für ihn Trost und Glaubensstärkung: Jesu Opfergang stand unter Gottes Ratschluß bis in den kleinsten Umstand hinein. Damit war seine Ewigkeitsbedeutung erwiesen.

 

Eine neue Zeitrechnung.

Das Passah bildete einen Wendepunkt in der Geschichte Israels. Fortan ist es "das Volk des HErrn": "Ihr sollt Mein Eigentum sein vor allen Völkern" (2. Mose 19, 5), und der Psalmsänger bekennt im Namen des Volkes vor Gott: "Wir sind Dein Volk und Schafe Deiner Weide" (Psalm 79, 13; 95, 7; 100, 3).

Darum beginnt mit dem ersten Passah für Israel eine neue Zeitrechnung: "Der gegenwärtige Monat soll euch als Anfangsmonat gelten; der erste soll er euch unter den Monaten des Jahres sein." Geradeso ist es mit dem Heilsopfer Jesu am Kreuz auf Golgatha. Wenn ein Mensch die Erlösung durch Christus im Glauben erfährt, tritt in seinem Leben eine Wende ein. "Das Alte ist vergangen; es ist Neues geworden" (2. Korinther 5, 17).

Ein neuer Lebensabschnitt beginnt, eine neue Zeitrechnung. Eine neue Geschichte hebt an, die dem Leben des erlösten Menschen Sinn, Inhalt und Ziel verleiht. Gleichwie Abrahams Geschichte in heilsmäßigem Sinne erst beginnt mit der göttlichen Berufung, der er im Glaubensgehorsam folgte, so beginnt die eigentliche Geschichte eines Gotteskindes damit, daß es im Glauben eine volle Kehrtwendung macht und der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus folgt: "Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich nach dem, das da vorne ist, und jage nach dem vorgesteckten Ziel, nach dem Kleinod der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus" (Philipper 3, 14).

Im HErrnmahl bezeugen die Kinder Gottes, daß Christus ihr Leben ist und daß sie in der Kraft der himmlischen Speise, des Lebensbrotes in Christus, auf dem Wege zum Ziele sind. Als "Menschen unterwegs" haben sie nur eine Leidenschaft: das Ziel zu erreichen, und ihr Ziel heißt Jesus!

Mit Adolf Krummacher (1824  1884) singen sie:

"Stern, auf den ich schaue,
Fels, auf dem ich steh,
Führer, dem ich traue,
Stab, an dem ich geh,
Brot, von dem ich lebe,
Quell, an dem ich ruh,
Ziel, das ich erstrebe
alles, HErr, bist Du!"

 

Am Tisch des HErrn.

Das Passahmahl vereinte die Familie zu einem Gastmahl Gottes. Die Geborgenheit unter der Deckung des Blutes, der hoffnungsvolle Blick in die Zukunft, auf ein Leben in der Freiheit, gab dem Mahl in den Hütten Israels festliches Gepräge. So bedeutet auch das HErrnmahl ein Festmahl, bei dem die Familie Gottes vereint ist "am Tisch des HErrn". Wir empfangen am Tisch des HErrn Gottes Gabe, wir sind Empfangende. Nur als Beschenkte können wir wiederum Gott das "Lobopfer der Lippen" darbringen, indem wir Seinen Namen bekennen, Ihm Lob  und Danklieder singen. Auch darin liegen die Berührungspunkte zwischen dem Passahmahl und dem HErrnmahl, wie Ernst Moritz Arndt (1769 1860) es froh bezeugt.

"Kommt her, ihr seid geladen,
der Heiland rufet euch,
der süße HErr der Gnaden,
an Huld und Liebe reich;
der Erd und Himmel lenkt,
will Gastmahl mit euch halten
und wunderbar gestalten,
was Er in Liebe schenkt.

Kommt her, verzagte Sünder,
und werft die Ängste weg;
kommt her, versöhnte Kinder,
hier ist der Lebensweg!
Empfangt die Himmelslust,
die heilige Gottesspeise,
die auf verborgne Weise
erquicket jede Brust.

Drum jauchze, meine Seele!
Drum jauchze deinem HErrn!
Verkünde und erzähle
die Gnade nah und fern,
den Wunderborn im Blut,
die sel'ge Himmelsspeise,
die auf verborgne Weise
dir gibt das höchste Gut."

 

2. DIE EINSETZUNG

Das HErrnmahl ist sichtbares Verheißungswort.

"Mich hat herzlich verlangt, dies Passahlamm mit euch zu essen, ehe denn ich leide!" (Lukas 22, 15.) Mit diesen Worten zeigt Jesus Sein inneres Empfinden bei dem letzten Mahl mit Seinen Jüngern. Er weiß, daß jetzt Seine Sendung sich erfüllt und daß Sein Tod die Welt erlösen wird. Demgegenüber ist die Erlösung Israels aus der ägyptischen Knechtschaft nur ein schwaches Schattenbild. Jesus ist sich des qualvollen und schmachvollen Ausgangs Seines Erdenlebens gewiß. Doch jetzt bewegt Ihn gegenüber dem bevorstehenden Todesleiden der Gedanke des Sieges. Er nimmt schon vorweg die vollbrachte Erlösung und die Frucht Seines Todesleidens: Seine bluterkaufte Gemeinde. Der alte Bund geht zu Ende und macht einem neuen Bunde Platz, der zur Vollendung bringt, "was der alten Väter Schar höchster Wunsch und Sehnen war" und wofür der Bund vom Sinai nur Abschattung und Hinweis war. Indem Jesus das HErrnmahl einsetzt, bekundet Er feierlich den neuen Gnadenbund Gottes mit Seinem Volke.

Es ist göttliche Art, alles Große still und geräuschlos ins Werk zu setzen. Ganz unmerklich leitet Jesus vom Passahmahl über zu dem neuen Bundeszeichen, dem HErrnmahl. Doch ist der Aufmerksamkeit der Jünger nicht entgangen, daß sich in diesem Augenblick etwas Neues vollzog und ein Altes abgetan wurde. War ihnen auch das Kreuzesgeheimnis noch nicht geoffenbart, war ihnen die Bedeutung von Brot und Kelch als Zeichen und Sinnbild Seines Kreuzesleidens und Blutvergießens noch nicht erschlossen, so prägten sich doch das Handeln und die Worte Jesu unverlöschlich ihrem Gedächtnis ein. Später würde der Heilige Geist ihnen das volle Verständnis für das Zeichen des Neuen Bundes schenken. In den nachfolgenden Abschiedsreden Jesu ist nicht mehr unmittelbar Bezug genommen auf das HErrnmahl, aber sie sind angefüllt mit dem Neuen, das ihrer wartete als Frucht Seiner Versöhnung der Menschen mit Gott. Es waren Abschiedsworte, durch die ihre Herzen innig mit dem Meister verbunden wurden. Und wenn auch ihre Herzen durch die sich überstürzenden Ereignisse verwirrt und ratlos wurden   zu Pfingsten sollte ihnen alles klar werden. Ohne göttliche Erleuchtung ist der Ratschluß Gottes zu unserer Erlösung nicht zu verstehen. Doch ein deutendes Zeichen jenes Geschehens, wodurch Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt wurden, ist das HErrnmahl, das letzte Vermächtnis Jesu auf Erden an Seine Jünger. In diesem Zeichen wird der sühnende Opfertod Jesu verkündet. Das HErrnmahl ist ein sichtbares Wort Gottes. Es sagt den glaubenden Teilnehmern: "Ihr seid mit Gott versöhnt!"

Im HErrnmahl ist vergegenwärtigt, was auf Golgatha geschah.

Der Bericht über die Einsetzung des HErrnmahls liegt uns in den drei ersten Evangelien vor . Matthäus 26, 26 28; Markus 14, 22 24; Lukas 22, 19. 20. Außerdem findet er sich 1. Korinther 11, 23 25, wie er dem Apostel Paulus wohl in besonderer Offenbarung kund wurde:

"Der HErr Jesus in der Nacht, da Er verraten ward, nahm das Brot, dankte und brach's und sprach: »Nehmet, esset, das ist Mein Leib, der für euch gegeben wird; solches tut zu Meinem Gedächtnis, ebenso auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: »Dieser Kelch ist das neue Testament in Meinem Blut; solches tut, sooft ihr's trinket, zu Meinem Gedächtnis.«   Denn sooft ihr von diesem, Brot esset und von diesem Kelch trinket, verkündigt ihr des HErrn Tod, bis daß Er kommt."

Sooft wir das HErrnmahl feiern, soll uns jedesmal vergegenwärtigt werden, was am Kreuz auf Golgatha geschah. Dies Mahl ist damit von andern Mahlzeiten unterschieden und in zeichenhafte Beziehung gestellt zu dem Sühntod Jesu.

 

Der Verräter nahm nicht am HErrnmahl teil.

Auffallend könnte es erscheinen, daß der paulinische Bericht mit den Worten eingeleitet wird: "In der Nacht, da Jesus verraten ward." Offenbar ist beabsichtigt, damit hervorzuheben, daß der Verrat des Judas eine Tat war, zu der er bereits unterwegs war, als Jesus nach dem Passahmahl das heilige Gedächtnismahl einsetzte. Als Israelit hatte Judas Ischarioth ein Recht, am Passahmahl teilzunehmen; aber das HErrnmahl stand ihm nicht zu. Johannes, der nächste Augenzeuge, hat den Vorgang genau beobachtet und hat ihn Kapitel 13, 21 30 geschichtlich treu und ausführlich wiedergegeben; er sagt, daß Judas nach dem Essen des Bissens, den Jesus ihm gereicht hatte, "alsbald hinausgegangen" ist. Dieser Bissen aber gehörte noch dem Passahmahl an; beim anschließend eingesetzten heiligen Gedächtnismahl bediente man sich keiner Schüssel. Wenn man meint, aus dem Bericht des Lukas auf die Anwesenheit des Verräters beim HErrnmahl schließen zu können, so übersieht man, daß Lukas kein Augenzeuge war und er begreiflicherweise nicht immer genau die Zeitfolge der Ereignisse festlegen konnte. Das tut seinem Bericht keinen Abbruch, denn im Eingang seines Evangeliums sagt er, daß er mit Fleiß alles erkundet habe, weshalb seine sorgfältigen Mitteilungen Anspruch auf sachliche Wahrhaftigkeit machen können.   Jesus selbst braucht beide Male, beim Brot und beim Kelch, die Worte "für euch", wozu Luther bemerkt: "Der ist recht würdig und wohl geschickt, wer den Glauben hat an diese Worte: »Für euch gegeben und vergossen zur Vergebung der Sünden.« Wer aber diesen Worten nicht glaubt oder zweifelt, der ist unwürdig und ungeschickt; denn das Wort »für euch« fordert eitel gläubige Herzen." Judas erfüllt diese Forderung eines gläubigen Herzens nicht. Somit ist schon aus inneren Gründen die Annahme abzulehnen, daß Judas bei der Einsetzung des Gedächtnismahles noch zugegen gewesen sei. Wenn man mit neueren Auslegern annehmen würde, daß Jesus die Brotworte zu Beginn des Passahmahles, die Kelchworte jedoch erst nach dessen Beendigung gesprochen habe, so hätte Judas zwar das Brot mit gebrochen, aber nicht den Kelch getrunken. Diese Auffassung findet in der Schrift keine Stütze.

Die Einsetzungsworte.

"Nehmet, esset, das ist Mein Leib, der für euch gebrochen wird." Wenn das Brot durch das Wort „ist“ mit dem Leib Jesu gleichgestellt wird, so muß dies, wie sooft in der Schrift, auch hier im übertragenen Sinne verstanden werden. Ohnehin gibt es das Wort ist in der aramäischen Sprache Jesu nicht, sondern es gehört den Sprachen an, in die Jesu Worte später übersetzt worden sind. Aber davon abgesehen   Jesus hat sich oft ähnlicher Gleichungen bedient, ohne mißverstanden zu werden, beispielsweise in Seinen Selbstzeugnissen: "Ich bin das Brot des Lebens", "Ich bin der Weinstock" usw. Wenn wir jemandem das Bild eines unserer Vorfahren zeigen mit den Worten: "Das ist mein Großvater", so wird doch niemand auf den Gedanken kommen, daß Bild und Person wesensgleich, ein und dasselbe sei! Das Brot beim HErrnmahl bleibt an sich Brot wie anderes Brot; aber es tritt bei dieser Handlung in sinngemäße Beziehung zum Leib des HErrn. Das Brot ist bildhafte Rede. In dieser Handlung Jesu wird Sein Selbstzeugnis "Ich bin das Brot des Lebens" übertragen auf Seinen Sühnetod, da Er Leib und Leben in den Tod gegeben hat für uns. Der Streit zwischen Luther und Zwingli um das "ist" war gegenstandslos. Es handelt sich gar nicht um das stoffliche Brot, um den stofflichen Wein; diese irrige Auffassung gipfelt im Messopfer der römischen Kirche, wo alles auf eine Verwandlung von Brot und Wein in den Leib und in das Blut Christi ankommt. Alle diese konfessionellen Streitfragen um das "ist", um die Substanz von Brot und Wein, haben im Neuen Testament keine Begründung. Das Brot und der Wein sind Gleichnisbilder, sind Zeichen für die Dahingabe des Sohnes Gottes in den Tod, durch den wir erlöst werden von der Sünde Schuld und Macht und durch den wir zugleich das ewige Leben erlangen   freilich nur in der Glaubensverbindung mit dem Gekreuzigten und Auferstandenen, nicht in Brot und Wein an sich.

 "Für euch!"

Durch die Worte "für euch" wird das HErrnmahl zu einem frohen Bekenntnismahl: "Jesus, Du starbst für mich!" Wenn wir mit eigener Hand das Brot brechen, so durchzittert uns der Gedanke, daß Jesus in Seinem Opfertod unsere Stelle eingenommen hat und unsern Tod gestorben ist, wodurch Er uns zu Seinem Eigentum erkauft hat. Kann Er inniger zu uns sprechen?   Bekannt ist, daß der später so gesegnete Gottesmann Eduard Graf von Pückler (1853 1924) bei einer HErrnmahlfeier, an der er als junger Justizreferendar teilgenommen hatte, jedoch nur als Zuhörer, durch dieses bei der Feier häufig wiederholte "für euch gebrochen", "für euch vergossen“, innerlich gepackt und herumgeholt wurde auf den Weg der Jesusnachfolge. Möge auch uns dieses Wort "für euch" zu Herzen gehen!

Einer für alle!

Schärfer noch kommt der Gedanke des stellvertretenden Sühneleidens Jesu zum Ausdruck beim Kelch: "Dieser Kelch ist das neue Testament in Meinem Blut" (1. Korinther 11, 25) oder, wie es Matthäus 26, 28 heißt: "Das ist Mein Blut des neuen Testaments, das vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden." Das heißt: das neue Testament tritt durch das für uns vergossene Blut Jesu in Geltung und Kraft. Wo ein Neues eingesetzt ist, da ist ein Altes vorausgegangen und nun außer Kraft gesetzt worden, nämlich der sinaitische Gesetzesbund mit seinem Fluchwort für alle seine Übertreter (Galater 3, 10). Einst war auch dieser Gesetzesbund durch Blutvergießen in Kraft getreten: „Alles Volk sprach: »Alles, was der HErr gesagt hat, wollen wir tun.« Da nahm Mose das Blut und besprengte damit das Volk und sprach: »Sehet, das ist das Blut des Bundes, den der HErr mit euch macht.«“ (2. Mose 24, 8.) Damit war dieser wechselseitige (alte) Bund fest geworden und konnte nicht einfach aufgehoben werden. Die unzähligen Opfer des Alten Bundes hatten keinerlei sühnende Kraft und konnten keine Sünde wegnehmen und tilgen. Alles blieb beim alten. Nun aber ist der große feierliche Augenblick gekommen, da dieser Alte Bund mit seinem Fluchwort verschwindet. Jesu heiliges Blut hat sühnende Wirkung. Einer tritt für alle ein, und in göttlicher Vollmacht erklärt Er: "Dies ist das Blut des neuen Testaments für viele zur Vergebung der Sünden."

 

Das Grundwort des neuen Bundes heißt: Gnade.

Beachten wir, daß Jesus keine Bedingung an den Empfang Seines Heils stellt. Das Grundwort des neuen Bundes heißt: Gnade! "Wir werden geschenkweise (Luther: "ohne Verdienst") gerecht durch Seine Gnade" (Römer 3, 24). Bedingungsloses Heil! Jede noch so kleine Bedingung hätte den neuen Bund bereits in seinem Ansatz aufgelöst. Eigentlich ist in diesem Zusammenhang die Bezeichnung "Bund" irreführend. Nicht von einem Bunde, der wechselseitig ist und auf einem Vertragsabschluß beruht, redet Jesus in den Einsetzungsworten des HErrnmahls, sondern von einem Testament, also von einer einseitigen, allein vom Erblasser bestimmten Verfügung. Das gebrauchte Wort (diatheke) bedeutet neutestamentlich "nie einen Bund im Sinne eines wechselseitigen Vertrags, sondern immer nur Verfügung, Anordnung, eine einseitige Setzung" (Theodor Zahn); "der Begriff des Bundes ist geschwunden, und der eines Testaments ist an seine Stelle getreten" (Cremer, Neutestamentliches Wörterbuch). Jesus bietet ein Heil an aus Gnaden, wie es der verlorene und im Grund seines Wesens verderbte Sünder braucht, mit einem Heil, das an Bedingungen geknüpft wäre, könnte er nichts anfangen; er kann ja nicht aus seiner Haut heraus. Im HErrnmahl hat Jesus feierlich "das neue Testament in Seinem Blut" verkündigt. Jede HErrnmahlfeier ist eine Kundmachung der bedingungslosen, freien Gnade, durch die uns Gottes Huld und Wohlgefallen in Christus ohne menschliche Gegenleistung zuteil geworden ist.

Aus Gnaden! Hier gilt kein Verdienen,
die eignen Werke fallen hin.
Er, der aus Lieb im Fleisch erschienen,
hat diese Ehre zum Gewinn,
daß uns Sein Tod das Heil gebracht
und uns aus Gnaden selig macht.
Aus Gnaden! Dieser Grund soll bleiben,
solange Gott wahrhaftig heißt.
Was alle Knechte Jesu schreiben,
was Gott in Seinem Wort anpreist,
worauf all unser Glaube ruht,
ist Gnade durch des Lammes Blut.

Christian Ludwig Scheidt (1709 - 1761)

 

Vergebung schafft eine Neuordnung des Lebens.

In der Matthäusstelle ist das Heilsgut des neuen Testaments   gewirkt durch das Blut Christi   bezeichnet als "die Vergebung der Sünden". Damit hängt es zusammen, daß von der Schrift das HErrnmahl stets unter den Gesichtspunkt des Todes Christi gestellt wird. Der Sühnetod Jesu ist die Grundlage und der Inbegriff alles Heils, aller Vergebung. Vergebung der Sünden ist gleichzeitig Gemeinschaft mit Gott; sie bedeutet im Grunde Gotteskindschaft. Von dieser neuen Lebensmitte geht eine Neuordnung des ganzen Lebens aus. Mag man für unser begriffliches Denken Rechtfertigung und Heiligung gesondert betrachten, so ist doch lebensmäßig beides unzertrennbar beisammen. Christus erlöst von den Sünden, aber nicht in der Sünde. Bei der Vergebung der Sünden klingt der Gedanke der Heiligung immer mit. Ohne Erkenntnis und Bekenntnis der Sünden, ohne Bruch mit der Sünde, ohne innere Abkehr von ihr gibt es keine Vergebung der Sünden. In der Grundsprache bedeutet das Wort für Vergebung (aphesis) eigentlich ein Loslassen, nämlich aus dem Bann der Sünde, aus Schuldhaft und Verstrickung der Sünde. Befreiung von der Schuld, Entlastung des Gewissens ist erstrangig; aber eng damit zusammen hängt die Entmachtung der Sünde. In diesem Sinne kann man sagen, daß Heiligung ständiges Bleiben in der Vergebungsgnade ist. Man muß etwas wissen von einem offenen Himmel über sich, von dem freien Zugang zu Gottes Gnadenthron, um vor Gott ein geheiligtes Leben führen zu können. Man muß sich beschlagnahmt wissen für Jesus.

Soweit ein vorläufiger Auszug aus dem Buch DAS HERRNMAHL von R. Schmitz.

 

Horst Koch, Herborn, im März 2007

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