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Pfingstaufbruch im Focus PDF Drucken E-Mail

Alexander Seibel


Die Pfingst-charismatische Bewegung im Fokus



Einleitend eine besondere Bibelstelle:

2. Kor. 11,4: Denn wenn einer zu euch kommt und einen andern Jesus predigt, den wir nicht gepredigt haben, oder ihr einen andern Geist empfangt, den ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so ertragt ihr das recht gern!

Vers 19 : Denn ihr ertragt gerne die Narren, ihr, die ihr klug seid!  Vers 20. In allen drei Versen haben wir das Wort „ertragen“, Griechisch anechomai, modern mit tolerieren wiedergegeben.


Beispiel von Peter Wagner: Unter der Überschrift „Operation Palast der Königin 1997-1999“ schildert die Schlüsselfigur neuzeitlicher strategischer geistlicher Kampfführung: Die Ephesusfeier vom 1. Oktober 1999 war unser Finale. Sie war in jeder Hinsicht ein herrliches Ereignis. Ungefähr 5000 Menschen aus 62 Nationen versammelten sich im Amphitheater des antiken Ephesus um zu lobpreisen, zu beten, anzubeten, die Schrift zu proklamieren und um dem Herrn ohne Unterbrechung vier Stunden lang die Ehre zu geben“ (C.P. Wagner, „Der Herrschaftsbereich der Himmelskönigin“, Verlag Gottfried Bernard, 2001, S. 22).

Weil in Ephesus zwei Stunden gerufen wurde „Groß ist die Diana der Epheser“ (Apg. 19,28), deswegen sollte nun angeblich der Bann der Himmelskönigin, der dort seinen Anfang genommen habe, durch vier stundenlanges Rufen „Groß ist Jesus von Nazareth“ gebrochen werden.

Beispiel von JMEM: „Am ‚Tag, der die Welt verändert‘ im Jahr 1993 beispielsweise rekrutierten und beschäftigten u.a. JMEM Gebetsreiseteams, die an die 24 Scheitelpunkte der Welt reisten (die nördlichsten, südlichsten, östlichsten und westlichsten Punkte der sechs Kontinente), um zu beten, daß die Festungen über die Kontinente niedergerissen werden und die Fülle des Reiches Gottes kommt“ (Wagner, Confronting the Powers: How the New Testament Church Experienced the Power of Strategic-Level Spiritual Warfare, Regal Books, 1996, S. 31).

Gefahr des Pharisäismus

Beispiel von David und Joab: „Joab sprach: Der HERR tue zu seinem Volk, wie es jetzt ist, hundertmal soviel hinzu! Aber, mein Herr und König, sind sie nicht alle meinem Herrn untertan? Warum fragt denn mein Herr danach? Warum soll eine Schuld auf Israel kommen? Aber des Königs Wort blieb fest gegenüber Joab. Und Joab ging hin und zog durch ganz Israel und kam nach Jerusalem zurück. ... Levi aber und Benjamin zählte er nicht mit; denn Joab war des Königs Wort ein Greuel“ (1. Chr. 21,3-6).

Der fleischliche Joab sah in diesem Punkt viel klarer als David, der Mann nach dem Herzen Gottes.
Also, hier stehen nicht unbedingt Leute, die geistlich besser sind als andere, nur weil sie manches vielleicht besser durchschauen.

George Verwer: Geistliche Christen mehr gefährdet als fleischliche.

Dieser Gefahr eingedenk zunächst:

Punkt 1: Daten zum Beginn der Pfingstbewegung:

Vor wenigen Jahrzehnten wäre auch noch praktisch jeder Anhänger der Pfingstbewegung hellhörig geworden, wäre ihm damals schon die Aussage und Interpretation eines bestimmten päpstlichen Gebets zu Ohren gekommen. Doch der ehemalige Leiter der GGE (Geistliche Gemeinde-Erneuerung), Friedrich Aschoff, schrieb voll innerer Zustimmung als Beleg für diese angeblich göttliche Führung und Geistesausgießung: Es geschah zeichenhaft am ersten Tag des 20. Jahrhunderts, am 1. Januar 1901. An diesem Tag betete Papst Leo XIII. in Rom im Namen der ganzen Kirche den Hymnus zum Heiligen Geist, "Komm, Heiliger Geist". Am gleichen Tag erlebte eine evangelische Bibelschülerin in Topeka (Kansas/USA) die  Erfüllung mit dem Heiligen Geist; ein Geschehen, das neben den Ereignissen in der Azusa Street in Los Angeles/USA (ab 1906) zur Geburtsstunde der Pfingstbewegung gezählt wird.

Derselbe Friedrich Aschoff leitete ein Seminar zum Thema „Der prophetische Dienst“ beim Gemeindekongress 1993 in Nürnberg. Phil Elsten von den „Cansas City Propheten“ forderte beim Seminar das anwesende Publikum auf, man möge ihm die Handflächen zeigen. Gott würde dadurch besondere Einsichten geben. Friedrich Aschoff interpretierte dies als die Gabe der Prophetie, die nun in unseren Tagen der Gemeinde vermehrt gegeben werde.  

Es überrascht daher nicht, dass Insider die charismatische Bewegung als die weiße Schwester der Esoterik bzw. New-Age-Bewegung bezeichnen.

So empfiehlt z.B. Chuck Pierce, eine „besonderer“ Prophet sein Salböl "Freiheit" mit dazugehöriger Kerze an. Der Preis: nur 20 US-Dollar. Es soll den Christen "...an Ostern erinnern. Wir nennen es 'Öl der Freiheit'. Salbe deine Türpfosten damit und proklamiere, dass jede Strategie des Feindes an dir vorübergeht und du für die Zukunft freigesetzt wirst. Benutze das Öl das ganze Jahr hindurch, bis du in dein neues Land eingetreten bist... Wenn wir dieses Öl verwenden, symbolisiert es unsere Bitte: Herr, reinige mich und befreie mich von Sünde, so dass ich für die Freiheit einer neuen Ebene der Liebe und Leidenschaft für Dich erwache."

Zum Wesen der Magie gehört, dass man über Gott verfügen kann. Als Beispiel: Siebenmal hintereinander ruft Bonnke ins Mikrophon: I release the fire of the holy ghost. (Ich setze das Feuer des heiligen Geistes frei). Von Saturnin Wasserzug stammt die bedenkenswerte Aussage: „Der Heilige Geist ist die herrlichste Gabe an die Gemeinde, wenn sie gehorcht und die gefährlichste, wenn sie versucht, Ihn zu manipulieren.“

Zurück zum Beginn der Pfingstbewegung. Über ihre Anfänge heißt es im Bericht eines sehr objektiven Zeitzeugen, H. Lang über diese »Erweckung«: »Eine weitere Sache verdient besondere Erwäh¬nung, weil sie einen Test für manch andere entscheidende Fragen liefert. Von allem Anfang an und während all der ersten frühen Jahre wurde ständig behauptet, daß die Wiederkunft Jesu unmittelbar bevorsteht. . . Viele dieser Äußerungen waren ziemlich bestimmt, wie, der Herr wird >dieses Jahr< wiederkommen oder innerhalb von zwei Jahren oder daß dies der letzte Winter sein kann, bevor er kommt. Wenige würden von sich selber heraus so etwas zu sagen wagen; dies läßt auf eine äußere fremde Quelle oder Eingebung schließen, aber diese Quelle konnte nicht der Geist der Wahrheit sein. Diese falsche Vorhersage war so beständig, so eindrücklich, so universell, daß sie ein Hauptkennzeichen der ganzen Bewegung von Anfang an darstellte. Dies ruft schwere Bedenken bezüglich der treibenden Kraftquelle hervor.« (G. H. Lang,  The Earlier Years of the Modern Tongues Movement, 1958, Seite 25-26).

Aktueller war in idea-Spektrum nachzulesen: Fast hundert Jahre danach klagt eine unverdächtige Person, nämlich der ehemalige Direktor des Theologischen Seminars der Pfingstgemeinden, Beröa, Richard Krüger in der Zeitschrift „Wort und Geist“ (Emmetten/Schweiz) über unerfüllte Weissagungen. In den neunziger Jahren seien Erweckungsprophetien angesichts der Jahrtausendwende immer stärker geworden. Dabei hätten auch bekannte und international tätige Verkündiger Details und Zeiten angegeben. In einem Fall sei Berlin „zur Hauptstadt der endzeitlichen Pläne Christi“ erklärt worden, um von dort aus die Gräben zwischen den Völkern zuzuschütten. Krüger: „Eine nüchterne Betrachtung wird angesichts der Situation unseres Landes der Erweckungssehnsucht zustimmen, aber die Augen vor der Nichterfüllung vieler Prophetien nicht verschließen können.“ Es gebe in Deutschland „bereits ein Heer von enttäuschten und verwirrten Leuten“. Ihre Erwartungen hätten sich trotz immer neuer Ankündigungen nicht erfüllt. Manche Menschen hätten „sogar am Glauben Schiffbruch erlitten“. Das ehemalige Präsidiumsmitglied des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP) fragt: „Ist das ein Preis für Prophetie und Warten auf Erweckung? Wenn ja, ist er zu hoch.“...  Die Propheten gestünden selten oder kaum Irrtümer, Übertreibungen oder überhöhte Wunschvorstellungen ein.  

Punkt 2: Biblische Diagnose.


Nun ist laut 5. Mose 18, 21-22 gerade dies der Test für fal¬sche Propheten:  Wenn du aber in deinem Herzen sagen würdest: Wie kann ich merken, welches Wort der HERR nicht geredet hat? - wenn der Prophet redet in dem Namen des HERRN und es wird nichts daraus und es tritt nicht ein, dann ist das ein Wort, das der HERR nicht geredet hat. Der Prophet hat's aus Vermessenheit geredet; darum scheue dich nicht vor ihm.

Für mich ist es eine Erfüllung von Matth. 24,11-12: Und es werden sich viele falsche Propheten erheben und werden viele verführen. Und weil die Ungerechtigkeit überhand nehmen wird, wird die Liebe in vielen erkalten.  Wörtlich in Vers 12: anomia

Jüngstes Beispiel Biologielehrbuch in Baden-Württemberg

Ähnlich Matth. 7,21-22, falsche Propheten und in Vers 22 wiederum: Täter der anomia.

Punkt 3: Zitate von den eigenen Leuten, also Anhängern dieser Strömungen.

Weil wir ja die Hundertjahrfeier haben, deswegen hier ein Zitat aus unverdächtiger Quelle. Es ist aufschlussreich, was ein Pastor, Bob Dewaay, der dieser Bewegung angehört, über die Hundertjahrfeier der Pfingstbewegung konstatierte, die in Los Angeles April 2006 groß gefeiert wurde: „Die Rednerliste liest sich wie die „Who is Who“ der Irrlehrer“, so „dass man sich fragen muss, ob die gesamte Pfingstbewegung nicht ein Tummelplatz für Irrlehrer aller Farben und Schattierungen wird. Wenn die Azusa Street Hundertjahrfeier kennzeichnend für die Bewegung im Allgemeinen ist, dann ist dies bereits geschehen.“

Ähnlich hatte sich vorher schon der Charismatiker McConnell geäußert: Von ihren Anfängen bis in die Ge¬genwart hat die charismatische Bewegung eine fehlerhafte Offenbarungslehre ver¬treten ... Solange wir uns nicht ernsthaft dem Prinzip verpflichten, daß Lehre und Praxis einer hermeneutisch sauberen Auslegung des Wortes Gottes entstammen muß, wird unsere Bewegung für eine endlose Serie prophetischer Offenbarer und ihrer bizarren Lehren ein willfähriges Opfer sein.

Am 12. August 2008 trat die buchstäblich schillernde Gestalt dieser sogenannten Erweckung, Todd Bentley, von allen Diensten zurück, nachdem eine wiederholte außereheliche Beziehung von ihm mit einer seiner Mitarbeiterinnen bekannt geworden war. Inzwischen steht man vor einem Scherbenhaufen.

Da man sich in der evangelikalen Welt bis in die Allianzkreise hinein im Großen und Ganzen leider immer mehr angepasst hat und kaum noch die Konfrontation will, sind es nun streckenweise Charismatiker selber, die mit zum Teil verblüffend deutlichen Äußerungen an die Öffentlichkeit treten. So schrieb Lee Grady, als Herausgeber der amerikanischen Zeitschrift „Charisma Magazine“ nun wahrlich keine Randfigur, wegen des Desasters von Lakeland: Ein bekannter pfingstlicher Evangelist… sagte zu mir: „Jetzt bin ich davon überzeugt, dass ein großer Teil der charismatischen Bewegung dem Antichristen folgen wird, wenn er auftreten sollte, denn sie haben kein geistliches Unterscheidungsvermögen.“ Aua. Hoffentlich lernen wir dieses Mal unsere Lektion und begegnen dem nächsten Schwindler mit größerer Vorsicht.  

In seinen Predigten äußerte sich ähnlich Derek Prince, eine der Väterfiguren der charismatischen Bewegung. Immer wieder vertrat er die Meinung, dass die Charismatiker zu der Gruppe von Menschen gehören, die am allermeisten gefährdet ist, vom Antichristen verführt zu werden. Nach über 50 Jahren Dienst in der pfingstlich-charismatischen Bewegung faßt er die Gründe für diese Beobachtung zusammen. Er nennt drei Ursachen für diesen geistlichen Zustand der charismatischen Christen:

Die Charismatiker kennen ihre Bibel nicht.

Die Charismatiker suchen und folgen kritiklos geistlichen Führern.

Die Charismatiker halten alles Übernatürliche für das Wirken Gottes.

Im evangelikalen Lager hat sich in immer mehr Kreisen das Vermächtnis von Francis Schaeffer verblüffend erfüllt. Er beklagt in seinem letzten Werk „Die große Anpassung“, wie man eindeutige Positionen, z.B. auch in der Bibelfrage, immer mehr preisgibt und die Anpassung sucht, um ja keine Konfrontation mehr hervorzurufen. Nachdem nun, besonders seit der Kasseler Erklärung von 1996, auch auf deutschem Boden warnende Stimmen größtenteils verstummten, sind es nun die Charismatiker selber, die mit Aussagen überraschen, die man früher noch von entschiedenen Evangelikalen kannte.

Dutch Sheets ist einer der bekanntesten Charismatiker und „Propheten“ in den USA und auch weltweit. Assoziiert mit Peter Wagner hat er globalen Einfluss. Er schreibt streckenweise ungeschminkt: „Da ich selbst ein Produkt dieser Bewegungen bin, und viele mich als Charismatiker bezeichnen würden, kann ich hier mit gutem Gewissen „auf uns herumhacken“, da sich meine Kommentare nicht als destruktive Kritik verstehen. Außerdem kenne ich diese Bewegungen, da ich selbst dazugehörte, besser als irgendwelche anderen Gruppierungen. ...

Unter der Überschrift „Das dritte Problem ist Sensationslust ohne Substanz“ wird er ziemlich deutlich: Nach den ersten beiden Punkten bezieht sich diese dritte Schwäche nun auf unsere Methoden. Wir stützen uns beim Bauen nicht darauf, dass der Heilige Geist uns ausrüstet, sondern auf „magische“ Formeln, Publicity, Sensationslust, prominente Namen, Wunder, die Geistesgaben, innovative Ideen - alles, was Spannung und Begeisterung verspricht. Gewöhnlich geraten wir in dieses Fahrwasser, weil es schneller und einfacher ist, auf diese Art zu bauen. Manchmal wird dadurch zwar Größe erzeugt, selten jedoch Langlebigkeit.

Diese Schwäche führt zu einem, wie ich es nenne, „Placebo-Christentum“. Es sieht von außen gut aus, doch im Inneren fehlt es an Substanz.  

Im Zusammenhang mit den jüngsten desaströsen Ereignissen um Lakeland schrieb er wiederum sehr selbstkritisch: Wir, die Leiter der charismatischen Bewegung, haben ein Tiefstmaß an Unterscheidungsvermögen erreicht. Offen gesagt, wir versuchen oft nicht einmal, Dinge zu prüfen. Wir gehen davon aus, dass eine Person alleine aufgrund ihrer Gaben, Charismen, der Größe ihrer Dienste oder Gemeinden oder ihrer Wunder, die sie wirken, glaubwürdig sind... statt deren Charakter, Lebenswandel und geistliche Reife zu beurteilen. Wir sind als Leiter nicht anders als die Welt um uns herum, was unsere Maßstäbe für Erfolg angeht... Wir waren unbeschreiblich leichtgläubige Leiter, die leichtgläubige Schafe hervorgebracht haben. ...

„Dies ist eine Epidemie in der Gemeinde geworden. Leiter können jahrelang in Sünde leben - Ehebruch, Homosexualität, Finanzbetrug, Drogen usw. - und niemand merkt etwas. Leiter können einen für Christen völlig unakzeptablen Lebensstil führen und dennoch ihre Fernsehdienste und ihre ausschweifendes Leben behalten. lm Namen der Gnade, der Barmherzigkeit und der Vergebung haben wir die Maßstäbe so lange heruntergeschraubt, bis keine mehr vorhanden waren......

„Wir, die Leiter der charismatischen Bewegung, haben auf Show, Sensationen, Innovationen, Programme, Persönlichkeiten und Charismen gebaut. Die Frucht davon ist: Oberflächlichkeit, falsche Bewegungen, zu junge Leiter, die unreif und unbewährt sind, ein Mangel an biblischer Lehre, Dienste und Gemeinden, die Menschen, statt Christus in den Mittelpunkt stellen, humanistische, selbstsüchtige Christen, die nichts von Hingabe und Opferbereitschaft wissen, Christen ohne Unterscheidungsvermögen, christliche Superstars, ein pervertiertes und kraftloses Evangelium, gebetslose und schwache Christen, Menschenfurcht statt Gottesfurcht. Wir sind dafür verantwortlich, nicht der Teufel, denn er nimmt nur das, was er von uns empfängt.“  

Müssen mit vermehrten Bewegungen solcher Art rechnen? Warum?

Punkt 4: Der biblische Befund.


Aus der Parallele von Hebr. 2,4 und 2. Thess. 2,9 gelangt man zu der Schlussfolgerung, dass die heutigen Praktiken in der Charismatischen Bewegung im Großen und Ganzen als unbiblische Nachahmungen der apostolischen Zeichen einzustufen sind. Dies entspricht auch der Identität der drei Begriffe in obigen Bibelversen. Es werden die genau gleichen Worte im Griechischen verwendet, nämlich Zeichen, Wunder Taten (semeion, teras, dynamis) einmal in Verbindung mit dem Heiligen Geist, im Brief an die Thessalonicher jedoch, und damit die Zeit vor der Wiederkunft Jesu schildernd, in Verbindung mit Täuschung und Lüge.

Vers 11 erwähnt noch eine kräftige Energie der Verführung. Wir sind Augenzeugen dieser Invasion, Augenzeugen einer Okkult- bzw. New Age-Erweckung.

Parallel damit Luk. 16, 23. Der reiche Mann möchte aus dem Totenreich (Hades) evangelisieren, Verse 27-31. Bei Bonnke traf bzw. trifft dies ja wörtlich zu. Nun breitet sich gemäß Offb. 6,8 das Totenreich (Hades) immer mehr aus. Parallel dazu werden die Vorschläge, man müsse in diesen letzten tagen mit Zeichen und Wunder evangelisieren, immer mehr akzeptiert.

Punkt 5:  Wo ist der Ausweg?


Zunächst Warnung. Wir sehen im evangelikalen Lager immer mehr eine schleichende Aufgabe der Autorität der Heiligen Schrift. Nochmals Francis Schaeffer, der vor der allmählichen Anpassung der Evangelikalen warnte. Nun ist eine der profiliertesten und entschiedensten Kämpferinnen gegen diesen Sauerteig der Bibelkritik vor wenigen Tagen von uns gegangen. Dr. Eta Linnemann. Zur Kritik an einer fundamentalistischen Bibelauslegung sagte sie: ’Gefährlich ist es nicht, das irrtumsfreie Wort Gottes wortwörtlich zu nehmen, gefährlich ist es, das nicht zu tun.’

Luk. 15 beschreibt die einzige Schnellmethode, der Vater läuft seinem verlorenen Sohn entgegen (Vers 20). Das einzige Mal in der ganzen Bibel, dass erwähnt wird, wie der Vater läuft, uns Gott also auf dem schnellsten Weg entgegenkommt. Was ist die Voraussetzung dafür: Vater, ich habe gesündigt.