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Lakeland und Todd Bentley PDF Drucken E-Mail

ANDREW STROM



Der Charismatiker Andrew Strom schrieb ein Buch über die Erweckung in Lakeland, Florida, mit dem Titel True and False Revival (Wahre und Falsche Erweckung), in welchem er vor Todd Bentley warnt. Das Buch ist über amazon.com in den USA oder amazon.de in Deutschland (leider nur in englischer Sprache) zu beziehen. Infos, Predigten und Beiträge von A. Strom unter seiner Website: http://www.revivalschool.com/.

Unter folgender Webadresse: http://www.revivalschool.com/florida.html sind vier kritische Artikel von A. Strom vom April und Mai 2008 zu Todd Bentley nachzulesen (in englischer Sprache).

Der folgende Bericht ist ein Auszug aus dem PDF-Dokument: Die Erweckung in Lakeland mit Todd Bentley - Einige kritische Betrachtungen. Das PDF-Dokument kann unter folgender Seite heruntergeladen werden: www.eaec-de.org/count/click.php?id=238
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Todd Bentley hat erklärt, dass seine Salbung in Florida die “ansteckendste” (mit anderen Worten: die am leichtesten übertragbare) ist, die er je auf Menschen übertragen hat. Und das scheint in der Tat der Fall zu sein. Sie verbreitet sich rapide über die ganze Welt.

Doch was genau ist diese Salbung? Ein Beobachter berichtet: "Todd Bentley manifestiert seine “Salbung” fortwährend indem er seinen Kopf vor und zurück schlägt und indem sein Körper bebt. Diese Manifestationen geschehen auch regelmäßig in den Personen, auf die er sie überträgt. Er schwenkt sogar seine Arme über dem Publikum und ruft: "Feuer! Feuer! Feuer!" und danach beginnen die Leute im Publikum, diese Manifestationen zu zeigen. Einige erscheinen wie von Krämpfen geschüttelt und einige sogar als würden sie von einem Geist verprügelt."

In einem Interview mit CBN sagte Todd Bentley: "Unser Fokus hier in Florida ist jeden Abend, dass ich jeder einzelnen Person die Hände auflege, die kommt – egal ob es nun 5.000, 10.000 oder mehr Leute sind. Und ich bete jeden Abend: „Gott, verteile es, verteile es, verteile es.“ Und das ist der Fokus hier: Übertragung."

Und in der Tat gibt es mehr und mehr Berichte darüber, dass diese Salbung von Florida aus in andere Staaten und Nationen weltweit übertragen wurde. Ein Bericht aus England spricht von einem Prediger, der die Salbung mit nach Hause brachte und sie manifestiert sich nun in seinen Versammlungen: "Ein Gefühl wie brennendes Feuer auf den Körpern vieler Menschen...Ausbrüche von Freude, Trunkenheit und spontane Heilungen durch die ganze Versammlung hindurch."

Ein Mann aus Clearwater/Florida sagt, dass etliche Mitglieder aus seiner Gemeinde die Erweckung besucht haben und dann die „Salbung“ mit zurück brachten. Folgendes hat er persönlich beobachtet: "Sie kommen mit dieser Art von kindlicher, trunkener Benommenheit zurück. Sie beschreiben brennende Empfindungen in den Adern, im Kopf oder im Magen. Sie beschreiben ein Gefühl, als seien sie hin- und her geworfen wie von Ozeanwellen; sie tanzen umher als seien sie betrunken; sie schreien und brüllen unangemessen laut als wären sie bei einem Fußballspiel; junge Männer zischen immer wieder, halten sich den Kopf und behaupten, das Gefühl zu haben als würde sie der Heilige Geist in zwei Teile teilen; zwei Backenzähne eines jungen Mannes veränderten sich völlig und nahmen eine metallisch aussehende Oberfläche an; Menschen rollen mit den Augen und taumeln wie verloren umher; Frauen rotieren und pulsieren als würde sich von hinten eine unsichtbare Kraft an ihnen vergehen; unkontrollierbares, trunkenes Gelächter inmitten einer ernsten Gebetszeit; Menschen „ruhen im Geist“, fallen einfach um und sind unfähig, sich zu bewegen, als würde etwas sie festhalten..."

Ein weiterer Augenzeuge aus den USA schreibt: “Ein Freund lud mich in eine Gemeinde ein, in der ein Team ein “Feuer” aus der Erweckung in Lakeland mit zurück gebracht hatte. Die Frau des Pastors sprach, konnte jedoch ihre Sätze nicht beenden weil sie „trunken im Geist“ war. Sie gab seltsame Geräusche von sich. Ich sah Leute, die in unkontrollierbares Gelächter ausbrachen. Ich war mit meiner Bibel gekommen und wollte das Wort hören. Doch es wurde nicht gelehrt oder gepredigt.

Es gab lediglich Zeugnisse. Sie sprachen über ihre Erfahrung in Lakeland... Wo war das Wort? Ich konnte es nicht finden. Ich hörte auch “BAM” und dann lag jemand da und ruhte im Geist."

Ein Pastor aus England, der Todd Bentleys Dienst seit einigen Jahren interessiert verfolgt, schrieb mir, was er selbst seit dem Jahr 2000 beobachtet hat: "Meine Schwierigkeit mit Todd Bentleys Dienst ist nicht, ob er sich kürzlich von oben bis unten hat tätowieren oder piercen lassen, sondern die QUELLE seiner Kraft. Dazu verändert er nämlich immer wieder seine Position. Manchmal sagt er, es sei der Heilige Geist und sehr oft sind es seine Engel. Viele haben gesagt, dass das alles eine „Mischung“ ist. Ich persönlich glaube das nicht. Ich glaube, dass diese irreführenden Geister Todds Dienst an sich gerissen haben. Entweder sind die Heilungen von Gott oder nicht. Menschen können auch in spiritistischen Versammlungen geheilt werden. Ich habe mit eigenen Augen gesehen, dass Menschen durch ein Medium oder Geistheiler augenblicklich geheilt wurden. Ich habe auch gesehen, wie Menschen durch die Kraft des Heiligen Geistes geheilt wurden. Anfangs gibt es keinen erkennbaren Unterschied. Doch die gefälschten Heilungen beginnen entweder bald, schief zu laufen oder etwas noch weitaus Schlimmeres kommt auf die Person. Wenn Gott jemanden heilt kommt nichts Übles hinterher. Ich war in Todds frühen Versammlungen. Im September 2000 stand ich vor ihm und gab ihm die Warnung weiter, die Gott mir für ihn gab: "Hüte dich vor dem Sauerteig der Pharisäer, damit nicht ein engelhafter Sauerteig in deinen Dienst hinein kommt."

Einen Monat später kam nach Todds eigener Schilderung auf einer Versammlung in Grants Pass in Oregon Cal Pierce mit William Branhams Engel 'Heilungserweckung' im Schlepptau herein und Todd sah und akzeptierte diesen Geist ohne Vorbehalt. Seither sind seine „Engel“ mit ihm. Ich habe Todd mehrmals geschrieben und ihn an Gottes Warnung erinnert, jedoch ohne Erfolg. Als er 2005 eine Heilungsversammlung in einer großen charismatischen Gemeinde hier in England abhielt, legte er vielen Menschen die Hände auf, die anscheinend geheilt wurden.

Ich weiß zumindest von einem Fall, wo Todd für die Frau eines Pastors mit Krebs betete. Kurz danach hörte sie Stimmen in ihrem Kopf, die ihr sagten, sie solle „sich ertränken wie es ihr Vater getan habe.“ Die arme Frau endete in einer Anstalt für Geisteskranke und ich glaube, sie hat auch immer noch Krebs. Niemand verfolgt weiter, was später mit Menschen geschieht, denen Todd oder andere wie er die Hände aufgelegt haben. Ich habe das nur bezüglich dieser speziellen Gemeinde getan, soweit es mir möglich war.

Über einen relativ kurzen Zeitraum hinweg hat es dort unter den Mitgliedern eine dramatische Zunahme von frühzeitigem Tod, Krebs, zerbrochenen Ehen und Krankheit gegeben wo die Leiterschaft diese Art von Dienst in ihrer Gemeinde zugelassen hat. Viele Menschen haben voller Angst die Gemeinde verlassen. Das sind die Konsequenzen, die es hat, wenn man dieser Art von „Dienst“ folgt, deren sich keiner von uns bewusst ist und die niemand ansprechen will. Ich habe diese Leute im Krankenhaus besucht und war auch bei einer der Beerdigungen dabei." [ENDE DES ZITATS]

Mittlerweile findet man eine Reihe von bekannten Leitern, die zu erklären beginnen, dass dies eine der größten Erweckungen in der Geschichte sein wird. Einige betrachten das Ganze sogar als den Anfang eines “neuen Erwachens.” Bob Jones erklärte: "Diese Bewegung wird eine globale Bewegung sein und sich mit Zeichen und Wundern über die ganze Welt verbreiten! Die dritte Welle ist da!" Während sich diese “Salbung” weltweit ausbreitet glaube ich, dass wir uns einige sehr ernste Fragen stellen müssen: Ist es nicht möglich, dass das, was wir da gerade erleben, angesichts all der dubiosen “Salbungen” und Engel und Manifestationen, die mit Todd Bentleys Dienst verbunden sind, in Wirklichkeit eine gigantische 'gefälschte' Erweckung ist? Ist es nicht möglich, dass sie, wenn sie weiter in der bisherigen Größenordnung wächst, buchstäblich zu einer der großen “Täuschungen” der letzten Tage wird – einer großen Täuschung, die die Macht hat, wenn möglich sogar die Auserwählten zu verführen?

Das sind sehr ernste Fragen, die aber gestellt werden müssen, weil diese “Salbung” bereits beginnt, den Globus zu umkreisen.

Todd Bentley spaltet die Meinungen unter Christen: ein gesalbter Prediger mit wundersamen Erfahrungen, oder ein Scharlatan, der sich Engel-Geschichten und Begegnungen mit Jesus ausdenkt?

 

 

Der Engel-Experte - oder ein Scharlatan?

Er sieht aus wie ein Mitglied der Motorrad-Gang "Hell's Angles", tätowiert und im Gesicht mit Piercings bestückt. Einen Gebrauchtwagen würde man ihm vielleicht nicht sofort abkaufen, aber vielleicht seine Geschichte über Begegnungen mit Engeln? Ein Mann namens Todd Bentley entfacht derzeit Diskussionen unter Christen weltweit und verunsichert viele, weil er angeblich "die größte Erweckung der Geschichte" entfachen will.

Tausende strömen derzeit in Amerika, aber zunehmend auch in anderen Teilen der Erde, zu Veranstaltungen von Todd Bentley. Die Bewegung ist unter dem Namen "Lakeland Healing Revival" bekannt und wird vor allem im Internet heiß diskutiert. Auch die großen Medien interessieren sich immer mehr für den Mann, der seltsame Angewohnheiten hat. "GOD TV" strahlt seine Kundgebungen weltweit aus. Denn was er tut, ist spektakulär - wie auch immer man zu ihm steht. Bentley ist ein Musterbeispiel dafür, wie im Zeitalter des Internets derartige Phänomene in Windeseile weltweit Aufmerksamkeit erreichen.

Wenn Bentley spricht, legt er vor allem auf eines Wert: die Erfahrungen, die er angeblich mit Engeln, Gott und Jesus selbst gemacht hat. Jesus, erzählt er, komme bei ihm in die Wohnung. Engel treten mit ihm in Kontakt wie Nachbarn, die zum Plausch vorbeikommen. Wirkliche Predigten hält er nicht. Im Zentrum von Bentleys "Verkündigung" stehen das Übernatürliche, Kranken-Heilungen, Zittern und Schütteln sowie allerlei scheinbare Manifestationen des Heiligen Geistes.

"Fresh Fire" heißt die Gemeinde Bentleys in Kanada. In Lakeland, Florida, finden die größten Veranstaltungen statt. Von außen betrachtet hat die Gruppierung den Anschein einer normalen pfingstlerischen Gemeinde. Ihr Symbol zeigt eine Erde, die Feuer gefangen hat. Kanada? Kam nicht von dort auch vor ein paar Jahren der "Toronto-Segen"? Aber ob Todd Bentleys wilde Reden und angebliche übernatürliche Erfahrungen etwas mit diesem charismatischen Phänomen zu tun haben, darüber streiten sich die Geister. Auf jeden Fall hat sich selten eine Bewegung so schnell herumgesprochen wie diese, vielleicht auch wegen des Internets. Vor allem in Blogs und Foren diskutieren Christen, ob Bentley von Gott ist oder von jemand anderem.

Lachen statt Predigen - und immer wieder Engel-Geschichten


Todd Bentely ist 32 Jahre alt. Als 18-jähriger Teenager habe er eine "dramatische Begegnung" mit Jesus gehabt, ähnlich wie die des Apostels Paulus, heißt es auf der Webseite von "Fresh Fire". Näher erklärt wird diese Begegnung nicht, aber man ahnt, wie sie gewesen sein muss, denn Bentley wird nicht müde, von Begegnungen mit dem leibhaftigen Jesus und diversen, bislang unbekannten Engeln zu berichten. Früher habe der stark tätowierte Bentley ein Leben mit Sex, Drugs, Rock 'n' Roll und Satanismus geführt. "Todd wurde auf der Stelle in einen radikalen Jünger und einen Evangelisten verwandelt". Das ist umso erstaunlicher, als selbst die größten Evangelisten zumeist eine eigene Geschichte der Entwicklung hinter sich haben: Fast jeder musste durch Glaubenskrisen gehen und reifen, bevor er Tausende zu Jesus führen konnte. Todd scheint da eine Ausnahme zu sein.

Der überzeugte Piercing-Träger berichtet von einem Engel namens "Emma", der auf einmal vor ihm stand - oder besser: schwebte, denn er berührte mit den Füßen nicht den Boden. Ansonsten sah sie aus wie eine normale Frau in einem weißen Gewand. "Emma" sei bereits 1980 in Kansas City aufgetaucht, und sie sei dafür zuständig, bei Geburten zu helfen. Sinn und Zweck der Begegnung? Sie hatte Bentley Gold mitgebracht.

Auch den "Engel der Finanzen" traf Bentley mehrfach. Immer wenn der kommt, füllen sich auf einmal die Kassen der Gemeinde. Denn die Leute spenden fleißig. Vieles vom christlichen Glauben scheint der Prediger jedoch noch nicht verstanden zu haben. So ist eine Predigt über Jesu Opfertod gar nicht notwendig, um "Jesus anzunehmen". Es reicht, wenn Todd Bentley für die Person betet, ihr die Hand auflegt oder ihr einfach in den Magen boxt. "Ich werde jetzt nicht 45 Minuten lang predigen", sagte er einmal zu einem Mann, der auf einen Altar-Ruf hin nach vorne gekommen war. "Ich bete einfach, dass Du Jesus jetzt empfängst."

Auch während dreistündiger Veranstaltungen öffnet Bentley nicht einmal die Bibel. Eine Frau berichtet von einer Veranstaltung, wo Bentley sagte, er wolle einen Psalm lesen, doch dazu kam es nicht. Jedesmal, wenn er anfangen wollte zu lesen, lachte er los und machte komische Geräusche. Denn schließlich ist er ja "voll des heiligen Geistes". "Das war mir sehr unbehaglich", so die Frau. "Es war so, als mache er sich eigentlich lustig über die Bibel, weil er jedesmal lachte, wenn er aus der Bibel lesen wollte. Die Leute bewundern ihn deswegen und sagen, er sei 'betrunken im Geist', so dass er nicht in der Bibel lesen kann!" Wenn Bentley eine ernsthafte Predigt beginnen will, bestehen seine Äußerungen hauptsächlich aus Grunzen, Lachen oder den Erzählungen all seiner wunderbaren Erlebnisse (mit Gott, Engeln und Feuer), die teilweise so abstrus sind, dass selbst die "gläubigen" Zuhörer ihr Lachen nicht mehr halten können. Opfertod Jesu? Fehlanzeige. Jesus, so weiß er aus nächster Nähe zu berichten, habe "die braunsten Augen", die er je gesehen habe. So wie Bambi, behauptet Bentley in einem Video auf Youtube, ohne mit der Wimper zu zucken. Und Sandalen habe er angehabt.

Rosa Kitsch-Jesus und Pseudo-Evangelium


Wer bei Youtube nach Todd Bentley sucht, bekommt mittlerweile rund 600 Ergebnisse. Einmal saß Bentley in einem Stuhl, und da habe sich der Himmel geöffnet, und daraus sei Jesus gekommen. Er war keine besondere Erscheinung, sondern es sei ein ziemlich normaler Mann mit Bart und langen, braunen Locken gewesen. Wenn man von den "zehn Regenbogen" absieht, die vom "Herrn" ausgingen, sowie dem "rosafarbenen Licht", das ja für Liebe und Gefühl stehe.

Bei anderen Gelegenheiten sah Bentley kleine Feuersäulen, elektrische Felder, in die er seine Hand stecken konnte und andere spektakuläre Phänomene, die eines gemeinsam haben: sie erfüllen keinen Zweck außer den, dass Bentley davon berichten kann. Die Feuersäule stellte für Bentley eine Art Tor zum Himmel dar. Sobald er sich herreinstellte, wurde er in den Himmel hinaufgebracht. "Beam me up", scherzt Bentley in seiner Predigt. "Das war ein prophetisches Erlebnis, für alle, die das noch nicht wussten", belehrt er seine Zuhörer. Einmal "operieren" ihn die Engel am Bauch, mit einer Art Motorsäge schneiden sie ihn auf, alle seine Innereien spritzen nach außen - Bentley versäumt nicht, das Geräusch der Säge lautstark zu imitieren.

Bentleys Vorträge erinnern ein wenig an einen schlechten Schauspieler, der etwas übertrieben einen Science Fiction-Film nacherzählt. Viele Schreie gehören dazu, denn wenn der Heilige Geist über Bentley und seine Freunde fällt, dann schreien sie vor allem. "Feuer, Feuer!" etwa. Nach dem obligatorischen Besuch von einem Engel, der Feuer an den Füßen hatte, brannte auch gerne mal das Hotelzimmer komplett ab.

Bei Live-Veranstaltungen ahmt Bentley auch das Segnen mit dem Heiligen Geist nach. Wie es sich für einen gesalbten Prediger gehört, legt er seine Hand auf die Gäste. Um sie zum Umfallen zu bringen, bedarf es manchmal eines besonderen Nachdrucks durch Bentleys Hand, denn nicht jeder fällt um, etwa weil er vom Heiligen Geist getroffen wurde. Bentley selbst wackelt, während er predigt, mit den unterschiedlichsten Körperteilen.

Bentley ist auf den ersten Blick ein durchgeknallter Prediger, der sich lustige Geschichten ausdenkt und sie in einem Umfeld präsentiert, das einen christlichen Anstrich hat. Ein christlicher Webblogger schrieb: "Entweder sind diese Begegnungen wirklich von Gott ... oder vom Satan. In der unsichtbaren Dimension gibt es laut Bibel nur diese zwei Möglichkeiten." Vor allem aber gilt: jeder muss sich selbst ein Urteil über den Mann bilden, der spannende Geschichten aus einer anderen Dimension zu erzählen hat.

Heiße Diskussionen im Internet


In den Kommentaren zu den Videos von Bentleys Auftritten wird heftig über die Echtheit dieses Mannes diskutiert. Einer schreibt: "Satan muss sich vor Lachen auf dem Boden wälzen, wenn er sieht, wie Bentley die Leute täuscht. Der einzige Wind, der da bläst, ist der der Scharlatanerie." Und er erinnert an Matthäus 7, 22, wo Jesus sagt: "Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in deinem Namen böse Geister ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viele Wunder getan? Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie gekannt; weicht von mir, ihr Übeltäter!"

Der amerikanische Blogger Kim Olsen führt ebenfalls einige Bibelstellen an, in Matthäus 24,23 etwa heißt es: "Wenn dann jemand zu euch sagen wird: Siehe, hier ist der Christus!, oder: Da!, so sollt ihr's nicht glauben. Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten aufstehen und große Zeichen und Wunder tun." Paulus habe in 1. Johannes 4,1 gewarnt: "Ihr Lieben, glaubt nicht einem jeden Geist, sondern prüft die Geister, ob sie von Gott sind; denn es sind viele falsche Propheten ausgegangen in die Welt." Kim Olsen schlussfolgert: "Todd Bentley behauptet, Jesus Christus gesehen zu haben, aber es war nicht der Jesus der Bibel."

J. Lee Grady, Autor der Zeitschrift "Charisma" und charismatischer Pastor, schreibt zu Bentley, von dem er zunächst beeindruckt war: "In Kolosser 2,18 lesen wir, dass manche Menschen, die Engel begegnet waren, damit prahlten." Wenn der Heilige Geist auf Menschen komme, könne es durchaus zu Zittern und Umfallen kommen. Aber dennoch müsse man aufpassen, dass Ordnung beibehalten werde. Niemand, der unter dem Geist Gottes stehe, solle "außer Kontrolle" geraten.

Die Organisatoren der "Lakeland Revival"-Bewegung preisen die angeblichen Phänomene an wie im Schlussverkauf: "Komm und hol's Dir" lautet der bekannteste Slogan. Die Wunder scheinen aufzupoppen wie Popcorn, und die Veranstalter sprechen von der "größten Erweckung in der Geschichte". "So etwas verkleinert das, was der Heilige Geist wirklich tut", schreibt Grady. Es diskreditiere Bewegungen etwa im Iran, China oder in Indien. "Wir müssen erst einen langen Weg gehen, bevor wir so eine Art von Erweckung erleben". Er empfiehlt: "Lasst und demütig sein und uns beugen vor dem Herrn."

Bei Bentleys Shows jedenfalls steht vor allem einer im Vordergrund: er selbst.

VON: JS | 28.05.08  http://www.kepnet.info/livecms

 

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