Dave Hunt
Fernwahrnehmung Das Zeitalter der Wissenschaft hat es nicht geschafft, den Glauben an das Okkulte auszulöschen und inspirierte so viele der hellsten Denker mit Versuchen, das Okkulte entweder zu widerlegen oder zu beweisen. Die »Britische Gesellschaft für Parapsychologie« (Nachfolgerin des »Ghost Clubs« der Universität von Cambridge), die sich Ende des 19. Jahrhunderts formell organisierte, war eine der ersten Gruppen, die sich diesem Ziel verschrieben. Die Amerikanische Gesellschaft für Parapsychologie wurde wenige Jahre später ins Leben gerufen. Heute betreiben zahlreiche größere Universitäten sowie Militär- und Geheimdienste in der ganzen Welt (einschließlich Russland) Forschungen auf dem Gebiet der Parapsychologie. Selbst das kommunistische China, das ansonsten noch hartnäckig am wissenschaftlichen Materialismus festhält, engagiert sich eifrig in der Parapsychologie – im Wettstreit mit dem Westen. Ernest Jones zufolge, dem Biografen Sigmund Freuds, konnte selbst Freud nicht dem entgehen, was er als universale Neurose bezeichnete. Gerade deren Allgemeingültigkeit und Beständigkeit widersetzt sich für Atheisten der »Erklärbarkeit«. Freuds eigene okkulte Auffassungen blieben bestehen, trotz seiner versuchten psychischen Erklärungen und seines schonungslosen Hohns über die religiösen Fantasien anderer. C. G. Jung zufolge wurde Freud in seinen späteren Jahren »die Ernsthaftigkeit der Parapsychologie klar und er erkannte die Tatsächlichkeit ›okkulter‹ Phänomene an«. Vor seinem Tod erklärte Freud, wenn er noch einmal von vorn beginnen könnte, würde er sein Leben der Parapsychologie widmen. Die neue Salonfähigkeit In Europa und Amerika haben Schamanen in primitiven Kulturkreisen seit langem die offensichtliche Fähigkeit gezeigt, über weite räumliche wie zeitliche Entfernungen außerhalb von sich selbst Ereignisse zu »sehen« und Wissen zu erlangen. Aktuelle Laborexperimente mit medial Begabten auf dem Gebiet der Fernwahrnehmung haben einen wesentlichen Beitrag zur heutigen Anerkennung dieser Kräfte geleistet. Im Jahr 1993 veröffentlichte die Zeitschrift der Amerikanischen Gesellschaft für Psychologie einen Bericht der Sozialpsychologin Daryl Bem und des verstorbenen Parapsychologen Charles Honorton. In einem Rückblick auf 20 Jahre Forschung kam der Artikel zu der Schlussfolgerung, dass Personen imstande sind, mit einer Quote weit über der statistischen Wahrscheinlichkeit mittels mentaler Telepathie ein Bild zu »empfangen«, das mental von einem entfernten Ort aus übertragen wird. Dessen ungeachtet suchen viele Wissenschaftler immer noch nach einer natürlichen Erklärung. Einige meinen, die Antwort sei zu finden in einer Kombination aus dem Theorem von Bell (das Korrelationen zwischen scheinbar nicht verbundenen entfernten Orten und Ereignissen ermöglicht) und der Quantentheorie. Wie wir jedoch sehen werden, kann eine solche Theorie die Phänomene nicht erklären. Während viele Wissenschaftler immer noch auf der Suche sind nach einem Weg, wie sie ihre Leugnung der Realität des Okkulten aufrechterhalten können, wagt sich eine Anzahl kühner Wissenschaftler voran in ein Gebiet, das womöglich zur aufregendsten Errungenschaft in der ganzen Geschichte der Parapsychologie wird. In vorderster Front dieser Bestrebungen steht SRI International, das in Menlo Park, südlich von San Francisco, ansässig ist und ehemals als Stanford Research Institute bekannt war. Heute arbeitet SRI unabhängig von der Stanford Universität. Dieses Institut begann seine Forschungen mit der Entwicklung eines neuartigen Konzepts, dem »Remote Viewing« (»Fernwahrnehmung«), bei dem die ausübende Person imstande ist, erfragte Information zu erlangen, ohne dass jemand auf der weit entfernten Zielseite hilft, ein mentales Bild oder Signal zu senden. Eine moderne Methode Die Experimente dazu begannen Anfang der 70er Jahre in den Elektronik- und Bioengineering-Labors des Stanford Research Instituts unter der Leitung der Psychologen Russell Targ und Harold Puthoff. Zu den wichtigsten medial Begabten gehörten Ingo Swann, Pat Price und Hella Hammid. Diese ersten Experimente erbrachten einige der spektakulärsten Ergebnisse, die bisher auf dem gesamten Gebiet der Parapsychologie erzielt wurden. Sie wurden zuerst veröffentlicht in dem 1977 erschienenen Buch von Targ und Puthoff Mind-Reach: Scientists Look at Psychic Ability (»Auf der Suche nach dem Geist: Wissenschaftler untersuchen übersinnliche Fähigkeiten«). Margaret Mead schrieb die Einleitung für dieses Buch. Ihre Kommentare verdeutlichen ihre Zuversicht bezüglich der Fernwahrnehmung: Diese besonderen Experimente … stammen aus der Physik … der strengsten der Wissenschaften; sie stammen aus einem angesehenen Labor; und sie erwecken nicht den Anschein einer Arbeit von fanatischen Gläubigen, die die Wissenschaft dazu benutzen wollen, ihre leidenschaftlich vertretenen Glaubenssätze zu bestätigen. Ein enormer Aufwand wurde gebraucht, der übliche Prozeduren weit übertrifft, um wissenschaftliche Glaubwürdigkeit zu garantieren … Was sie herausgefunden haben, wird bereits in Labors und privaten Organisationen rund um die Welt wiederholt und ausgedehnt. Die Fernwahrnehmungs-Experimente von Targ und Puthoff wurden vom Militär und insbesondere den Geheimdiensten aufgegriffen und weiterentwickelt. Das Remote Viewing hat sich Berichten zufolge wiederholt bei Einsätzen aller Art in Militär und Spionage als funktionstüchtig erwiesen. Aus Platzgründen können wir hier nicht ins Detail gehen, aber auf dieses wichtige Thema muss zumindest in knapper Form eingegangen werden. Die ersten Fernwahrnehmungs-Experimente Die ersten sensationellen Ergebnisse wurden von einem selbsternannten »natürlichen Medium« namens Ingo Swann bekannt, der behauptete, er könne entfernte Ereignisse und Objekte »sehen«. Bevor er ans SRI kam, hatte er gerade einige erfolgreiche parapsychologische Experimente mit Dr. Gertrude Schmeidler vom City College New York beendet Hier eine zusammengefasste Beschreibung eines der ersten Testversuche, die Targ und Puthoff mit Swann in ihrem Labor am SRI durchführten: »Ein skeptischer Kollege von uns von der Ostküste … hat uns eine Reihe von Koordinaten geliefert, Länge und Breite in Graden, Minuten und Sekunden und fordert uns heraus zu beschreiben, was sich dort befindet. Wir selbst wissen es nicht … Meinst du, Ingo, dass du es herausbekommen kannst …?« »Ich werd’s versuchen«, sagt Ingo, anscheinend unbeeindruckt von dieser Anfrage, von der wir als Physiker kaum glauben können, dass wir sie stellen … Die Koordinaten geben einen Ort an, der etwa 5.000 Kilometer entfernt ist, und man hat uns gebeten, Details zu liefern … wie z. B. kleinere, von Menschen hergestellte Strukturen, Gebäude, Straßen usw. Ingo schließt seine Augen und fängt an zu beschreiben, was er visualisiert … Er scheint sich auf einen näheren Blickwinkel zu konzentrieren und entwirft in hastigen Zügen eine detaillierte Karte mit Ortsangabe mehrerer Gebäude sowie einiger Straßen und Bäume. Er fährt fort: »Klippen im Osten, ein Zaun im Norden. Dort befindet sich ein rundes Gebäude, vielleicht ein Turm, Gebäude im Süden. Ist es eine ehemalige Raketenbasis oder etwas dergleichen …? Ich bekomme den Eindruck von etwas Unterirdischem, aber ich bin mir nicht sicher …« Wie wir durch einen Telefonanruf von unserem Herausforderer erfuhren … war Swanns Beschreibung in jedem einzelnen Detail richtig … sogar die Relationen der Entfernungen auf seiner Karte entsprachen einem einheitlichen Maßstab. Targ und Puthoff führten zahlreiche Experimente dieser Art mit anderen Personen durch, einschließlich mindestens einem in Zusammenarbeit mit der Sowjetunion. Diese Forschungsarbeit schien zu übereinstimmenden Ergebnissen zu führen, die zeigten, dass Fernwahrnehmung ein reales Phänomen ist. Der allererste Versuch mit einer anderen Person, Hella Hammid, die keine übersinnlichen Fähigkeiten vorgegeben hatte, war beeindruckend (wie auch die weiteren Versuche mit ihr). Das Band mit der Aufzeichnung von Hellas erstem Pseudoexperiment fängt an wie folgt [da sich die Ziele innerhalb eines Umkreises von acht Kilometern von der Versuchsperson aus befanden, wurden Funkgeräte mit großer Reichweite benutzt]: Außenexperimentator: Ich bin an meinem ersten Zielort; was siehst du? Hella: Ich sehe ein kleines Haus mit roten, überlappenden Brettern. Es hat eine weiße Kante und ein sehr großes, spitzes Dach. Doch das Ganze kommt mir nicht echt vor, wie in einem Film. Ihre Beschreibung erwies sich als zutreffend. Das tatsächliche Zielobjekt war ein drei Meter hohes Modell eines kleinen roten Schulhauses auf einem Minigolfplatz. Ein halbes Dutzend solcher Experimente mit überraschend guten Ergebnissen vervollständigten die Orientierungsserie. Bei einem Experiment wurden einem anderen »natürlichen Medium«, Pat Price (ein ehemaliger Polizeipräsident), Koordinaten gestellt, die von einem Computer nach dem Zufallsprinzip ausgewählt wurden. Es ergab sich, dass sie gerade genau die Stelle angaben, an der sich eine geheime Regierungseinrichtung im Osten befand, die Satelliten von feindlichen Regierungen beobachtete. Während Price im Labor in Kalifornien saß, »spazierte« er anscheinend durch diese 5.000 km entfernte unterirdische Regierungsanlage und beschrieb sie und begann sogar Inhalte aus streng geheimen Akten zu lesen. Aus Angst, sie könnten in Regierungsgeheimnisse eingedrungen sein, stoppten Targ und Puthoff das Experiment und leiteten die erlangten Daten an die zuständige Behörde weiter. Was geht vor sich? Fernwahrnehmer sind überzeugt, dass sie an Information jeder Art gelangen können, wo immer diese sich räumlich oder zeitlich befindet – selbst in der Zukunft, weil im nichtphysischen Universum, wo das Okkulte operiert, Zeit nicht existiert. Fernwahrnehmer bestreiten, dass sie ihre Körper verlassen, obwohl sie entfernt befindliche Örtlichkeiten »sehen«. Alles findet auf mentaler Ebene statt. Die erzielten Ergebnisse bestätigen die Tatsache, dass der Geist nichts Physisches ist, er ist nicht ans Gehirn gebunden und befindet sich deshalb außerhalb von Raum, Zeit und Materie. Da sich die Wissenschaft nur mit dem physikalischen Universum beschäftigen kann, ist zu erwarten, dass sie keine Erklärung für Fernwahrnehmung zu bieten hat. Wenn auch die Wissenschaft zu keiner Erklärung imstande ist, was dabei vor sich geht, können wir uns jedoch nicht damit zufrieden geben. Wir müssen eine Erklärung haben. Die potenzielle Gefahr für Seele und Geist ist zu groß, als dass diese Notwendigkeit vernachlässigt werden dürfte. Ernstliche Konflikte mit der Bibel Wenn Fernwahrnehmung lediglich die trainierte Nutzung einer normalen Fähigkeit des Menschen darstellt (wie die meisten Fernwahrnehmer heute behaupten), stehen wir damit vor einer Reihe ernstlicher Konflikte mit Gottes Wort. Die Bibel spricht zwar von bestimmten Menschen, die sie als Propheten bezeichnet und die die heiligen Schriften aufgeschrieben haben. Die Bibel sagt, dass sie »heilige Männer Gottes« waren, die »redeten, getrieben [inspiriert] vom Heiligen Geist« (2.Petr 1,21. Wenn Fernwahrnehmung jedoch eine normale Funktion des menschlichen Geistes ist – und somit jegliches Wissen über jede Sache, ob vergangen, gegenwärtig oder zukünftig, jedem zugänglich ist –, dann bietet die Bibel ein falsches Bild. Biblische Propheten waren dann nichts Besonderes, sie mussten nicht unbedingt »heilige Männer Gottes« sein, sondern sammelten Information aus dem »kollektiven Unbewussten«, die ohnehin jedem zur Verfügung steht, mit oder ohne Glauben an Gott. Major Ed Dames behauptet, dass diese Propheten einfach primitive Fernwahrnehmer waren. Wenn das stimmt, hat die Bibel uns getäuscht. Dann wäre Jesus selbst nichts weiter als ein Fernwahrnehmer. Als beispielsweise Philippus seinen Freund Nathanael zu Jesus brachte, sagte Jesus zu Nathanael: »Ehe Philippus dich rief, als du unter dem Feigenbaum warst [außer Sichtweite], sah ich dich.« Wenn das nichts weiter war als eine normale Fernwahrnehmungs-Fähigkeit, die wir im Grunde alle besitzen, dann liefert die Bibel auch hier ein falsches Bild. Nathanael fasste dies eindeutig als Beweis auf, dass Jesus der Messias ist (»Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der König Israels«). Jesus hat ihn daraufhin nicht etwa korrigiert und gesagt: »Nein, das ist nichts anderes als gewöhnliches Hellsehen, die Kraft der Fernwahrnehmung, die alle Menschen haben, wenn sie sie nur anzuwenden wissen«. Er ließ Nathanaels Erkenntnis als richtig stehen. Wenn die Fernwahrnehmer Recht haben, dann beanspruchte Jesus unberechtigterweise Göttlichkeit, da er nur Fähigkeiten benutzte, die allen Menschen zu Eigen sind (Joh 1,45-51). Diese Ansicht vertritt Professor John J. Heaney, ein katholischer Theologe, der seinen Doktortitel in Theologie am Katholischen Institut in Paris erwarb. Er führt die Begebenheit von Jesus und Nathanael als Beispiel gewöhnlicher menschlicher Fähigkeiten an. Heaney ist sogar der Ansicht, dass es sich bei Jesu Vollmacht zur Stillung des Sturms mit einem Wort und seiner Fähigkeit, auf Wasser zu gehen, um Eigenschaften handelt, die auch von anderen gezeigt wurden. Er schreibt: Mir scheint es, dass Jesus als Mensch mit unglaublichen paranormalen und psychokinetischen Kräften gesegnet und begabt war. Diese Kräfte benutzte er durch seinen Willen. Auch andere hatten gelegentlich und in beschränktem Umfang derartige Kräfte. Jesus scheint der Meister über diese Kräfte zu sein … Konfrontation mit einem schwerwiegenden Dilemma Glauben wir der Bibel oder den heutigen liberalen Theologen und den als Fernwahrnehmer bekannten New-Age-Propheten? Die Ergebnisse, die die Letzteren erzielen, sind – sofern die Berichte der Wahrheit entsprechen – beeindruckend. Aufgrund des ungewöhnlichen Dienstes, den sie bieten, machen internationale Konzerne und Regierungen sich diese Ergebnisse zunutze. Somit stehen wir vor einem Dilemma. Es ist jedoch ein Dilemma, auf das die Bibel bereits die Antwort gegeben hat. Gottes Wort erklärt, dass falsche Propheten tatsächlich Zugang zu einer Art paranormaler Fähigkeit haben. Einige sind vielleicht zu Leistungen imstande, die wie Wunder aussehen, einschließlich sogar – in begrenztem Umfang – des Voraussagens der Zukunft. Man denke nur an den heidnischen Propheten Bileam (4.Mo 22 – 24) oder an die Zauberer des Pharao (2.Mo 7,11 u.a.), die im Wettstreit mit Mose Wunder vollbrachten. Wie können wir wissen, dass sie falsche Propheten sind? Das Kriterium für diese Beurteilung ist nicht ihre Fähigkeit, so beeindruckend sie auch sein mag, sondern ob sie dem Gott der Bibel gehorchen oder falschen Göttern anhängen. Dieses Kriterium müssen wir auf die Propheten von heute anwenden, ob sie sich nun Medien, Channeler, Fernwahrnehmer, Hellseher oder sonst wie nennen. Tatsache ist, dass sich Fernwahrnehmer manchmal gegenseitig widersprechen, und das hinsichtlich einiger sehr grundsätzlicher Fakten. Zwei der genannten Männer, Professor Courtney Brown und Major Ed Dames, widersprechen sich nicht nur bezüglich der Theorie der Fernwahrnehmung, sondern sogar in Bezug auf bestimmte »Zielobjekte«. Und das trotz der Tatsache, dass beide Organisationen leiten, die sich der Fernwahrnehmung widmen. Ed Dames behauptet, eine Reihe äußerst zuverlässiger Fernwahrnehmer auf das Flugzeug TWA 800 angesetzt zu haben, das Mitte 1996 kurz nach dem Start in New York in Flammen abstürzte. Sie entschieden, Absturzursache sei weder eine Rakete noch ein Sprengkörper oder Sabotageakt, sondern ein mechanischer Defekt, und sie lokalisierten sogar das defekte Maschinenteil und erklärten detailliert die darauf zurückgehende Kettenreaktion, die schließlich zur Explosion führte. Auf der anderen Seite behauptet Professor Brown ebenfalls, zuverlässige Fernwahrnehmer unter strengen Laborbedingungen und mit vom Militär erprobten Techniken auf dasselbe Objekt angesetzt zu haben. Seine Mitarbeiter kamen zur Schlussfolgerung, dass es sich um einen Sabotageakt handelte. In einer Radiosendung sagte Dames: Mit dem TWA Flug 800 sind wir unter sehr guten Bedingungen vorgegangen und die Ergebnisse stehen Ihnen jetzt kostenlos auf unserer Internetseite zur Begutachtung zur Verfügung … Absolut jeder unserer Profis bekommt exakt dasselbe Material … Sie erfahren erst nach Beendigung der Session, was das Zielobjekt ist … Es war ein Terrorakt, ein Sprengstoffanschlag; wir haben den Gedanken der Terroristen gründliche Proben entnommen, ob Sie es glauben oder nicht, wir haben eine sehr gute Vorstellung, Informationen darüber ... uns liegen keinerlei Ergebnisse vor, die auf ein technisches Versagen hindeuten … Wo ist Gott? Derartige Widersprüche zeigen, dass Fernwahrnehmung nicht von Gott stammen kann. Die biblischen Propheten hingegen stimmen in allem, was sie sagen, vollkommen überein, obwohl sie in verschiedenen Kulturkreisen und über einem Zeitraum von 1500 Jahren verteilt lebten. Zwei sich widersprechende Ansichten können nicht beide zugleich wahr sein. Somit liegt mindestens einer dieser beiden, Brown oder Dames, in einer höchst wichtigen Frage zutiefst falsch, obwohl beide beeindruckende Ergebnisse vorzuweisen behaupten. Sie können sogar beide Unrecht haben. Die meisten Fernwahrnehmer erwecken nicht gerade den Anschein, auf Gott zu vertrauen. Warum sollten sie auch, wenn es eine natürliche Begabung gibt, die jeder für sich nutzbar machen kann? Angeblich ist es gerade die natürliche Beschaffenheit des Universums, die Fernwahrnehmung für jeden möglich macht. Wenn das stimmt, dann hat die Bibel ein weiteres Mal die Menschheit seit über 3000 Jahren in die Irre geführt. Das ist eine schwere Anklage. Wenn die Bibel uns getäuscht hat, was das Wesen von Propheten und Prophetie betrifft, wie könnten wir uns dann in allen anderen Dingen, die sie uns zu sagen hat, auf sie verlassen? Wenn Fernwahrnehmung nicht von Gott stammt und auch keine normale menschliche Fähigkeit ist, die der ganzen Menschheit zur Verfügung steht (was wir in den nächsten beiden Kapiteln zeigen werden), dann kann sie logischerweise nur von Satan stammen, dem Feind Gottes und der Menschen. Schutz vor der feindlichen Seite In einer in den USA beliebten Radiosendung erwähnte Professor Courtney Brown, dass der international bekannte Bestsellerautor Malachi Martin (Jesuit und ehemaliger Professor am Päpstlichen Bibelinstitut des Vatikan) Fernwahrnehmung als »empfindlichen Sprengstoff für die Seele« bezeichnet hat. Als Entgegnung darauf versuchte Brown, zwischen der Art von Fernwahrnehmung, die vom Militär angewendet wird, und der Wissenschaftlichen Fernwahrnehmung (SRV) zu unterscheiden, die an Browns Farsight Institute gelehrt wird und die angeblich nur zum Nutzen anderer eingesetzt wird. Brown wies darauf hin, dass seine Mitarbeiter unter spirituellem Schutz stünden, weil alle Schüler und Dozenten jeden Abend Transzendentale Meditation (TM) praktizieren. Doch TM gehört selbst zweifellos in den Bereich des Okkulten. Der Autor hat ehemalige TMler interviewt, die im Zusammenhang von TM von Dämonen befallen wurden oder sich plötzlich außerhalb ihres Körpers wiederfanden und anscheinend von der Zimmerdecke »auf ihre Körper« herabblickten. Der ehemalige TM-Lehrer R. D. Scott berichtet von zahlreichen erschreckend okkulten Vorfällen unter den Meditierenden, die sich während der Trainingskurse unter dem TM-Gründer Maharishi Mahesh Yogi ereigneten. Diese Erlebnisse können keine Fantasieprodukte sein, weil oftmals mehr als nur eine Person gleichzeitig dieselbe Manifestation bezeugte: [Die Meditierenden] wurden durch den Raum geworfen … Visionen von schwebenden grünäugigen … Lichtwesen, die [während des Initiationsrituals] über dem Puja-Tisch gleiteten sowie Dämonen, die durch die Kehlen der Meditierenden schlüpften und von ihnen Besitz ergriffen, schaurige Wesen, die sich von Zeit zu Zeit materialisierten und mit schrecklichen Blicken auf die Meditierenden starrten oder fürchterliche Prozessionen von außerirdischen Wesen, die plötzlich erschienen und von vielen Zeugen gesehen wurden. Auf Grundlage der Zeugnisse von zahlreichen ehemaligen TMlern, einschließlich solcher, die in der Organisation hohe Grade erlangt hatten, steht fest, dass Transzendentale Meditation keine Praktik zum spirituellen Schutz ist. Wenn Professor Brown glaubt, TM würde ihm einen solchen Schutz bieten, zeigt dies, dass er sich aufs Schlimmste täuschen lässt und sein »Schutz« nicht von Gott stammt, sondern vom Feind seiner Seele. Dass er einem solchen Irrtum erliegen konnte und dass seine gesamte Organisation in gleicher Weise hinters Licht geführt wurde, ist keine Empfehlung für Fernwahrnehmung. Bei der gleichen Radiosendung wurden später Malachi Martin und Major Ed Dames zusammen interviewt. Martin war Berater von Päpsten und ist Exorzist, der zur Konfrontation des Dämonischen das traditionelle römisch-katholische Ritual heranzieht. Er behauptet, überwältigende Beweise für die Existenz Satans gesehen zu haben, glaubt an dämonische Besessenheit (die er in seinem Bestseller Hostage to the Devil – »Gastgeber des Teufels« – beschreibt) und hat angeblich erlebt, wie viele besessene Personen durch das katholische Exorzismusritual befreit wurden. Ein faszinierender Dialog Die Diskussion drehte sich um Martins Aussage, Fernwahrnehmung sei »empfindlicher Sprengstoff für die Seele«. Überraschenderweise sah Malachi Martin Fernwahrnehmung weder als okkult an noch hatte er etwas dagegen, solange sie »wissenschaftlich« praktiziert würde. Er erklärte: Wenn sie nicht mit der richtigen Motivation und … auf wissenschaftliche Weise ausgeübt wird, mit der entsprechenden Methode, Kontrolle und Ausgewogenheit, kann sie die Seele stören … Wir Exorzisten haben Folgendes festgestellt: Wer Fernwahrnehmung oder Channeling ohne eine dieser Sicherheitsvorkehrungen ausübt, die Sie [Major Dames] gerade beschrieben haben, zieht sich äußerst schwere Störungen und Unterbrechungen der normalen Persönlichkeit zu und zeigt außerdem Manifestationen, die nur im Licht teuflischen Eingreifens in menschliche Dinge erklärt werden können. Martin stellte seine Überzeugung vor, dass es drei Bereiche der Wirklichkeit gäbe: Die übernatürliche Ordnung (Gott und alles, was zu ihm gehört); die natürliche Ordnung (das gesamte physische Universum) und das dazwischen befindliche »Mittelplateau«. Wer dieses Plateau betritt, kann diese paranormalen »Kräfte der Seele ausüben, die offensichtlich geschärft und entwickelt werden können«, aber Martin zufolge gibt es auch eine Gefahr: Wenn jemand versucht, das Mittelplateau zu betreten, um diese Fähigkeiten auszuüben und zu entwickeln, ohne die »richtige Motivation oder entsprechende Kontrolle und Ausgewogenheit«, wird er einen Exorzisten aufsuchen müssen. Martin sagt: Wir haben einige Offiziere kennen gelernt, die als Privatpersonen Hilfe suchten, weil sie sich eingehend mit dem Mittelplateau beschäftigt hatten und ziemlich verstört dabei wegkamen. Dann gibt es die üblichen Leute, die Ouijaboard, Channeling oder Fernwahrnehmung betreiben und dabei ein Gebiet betreten haben, auf dem sie schrecklichen Attacken des Engels des Lichts [Satans] ausgeliefert waren. Der einzige Beistand, den wir ihnen bieten können, war dieses [römisch-katholische] Ritual, keine Therapie, sondern der Exorzismus, eine Konfrontation [mit dem Dämonischen] … Dames antwortete, er sei »durch praktische Erfahrung mit dem Konzept des Mittelplateaus vertraut«. Seiner Ansicht nach sei Channeling extrem gefährlich. Weiter erklärte er: Der Channeler gibt seine eigene Identität auf und händigt sie an irgendetwas Unbekanntes aus, das ihn überzeugt hat, dass es in den meisten Fällen gutartig ist. [Martin wirft ein: »Das ist sehr, sehr wichtig. Das ist der Punkt, an dem der Sprengstoff-Aspekt ansetzt.«] Das ist das eigentliche Wesen von Channeling, aber technische Fernwahrnehmung ist im Wesentlichen ein geistiges Werkzeug, bei dem wir bei vollem Bewusstsein und absolut wach sind. In der Anfangszeit gerieten natürliche Medien, die vom Militär herangezogen wurden, in einen höheren Bewusstseinszustand und dabei kam es zu einigen gefährlichen Situationen … Als wir einen Offizier an einen entfernt gelegenen Ort »schickten« – diesen Begriff gebrauche ich in einem weiteren Sinne –, gab es Fälle, als diese Leute beim Eintreten in das Mittelplateau … unterwegs auf diese Wesen stießen und das verursachte ein enormes Maß an Schmerz. Zwei Personen erlitten bei uns tatsächlich Herzattacken … Im Fall eines meiner früheren Schüler und Offiziers … fingen diese Leute an dazu zu neigen, sich mit den Wesen einzulassen, die sie im Mittelplateau entdeckt hatten … Wenn etwas dich erst einmal am Köderhaken hat, hat es dich gepackt und das ist der Grund, weshalb man dann Veränderungen im Verhalten beobachten kann … Wir haben es untersucht … der Köderhaken sitzt im Ego … die Psyche wird an Land gezogen. [Martin wirft ein: »Das ist eine sehr gute Beschreibung des Prozesses.«] Wir mussten uns lange und intensiv damit beschäftigen, um unterscheiden zu können, ob wir uns auf gefährlichem Boden befanden … je mehr wir unsere eigene Entscheidungsfähigkeit aufgeben, weil das alles ist, was unseren Geist wirklich ausmacht [Martin: »Ja, genau!«], und unser Geist ist die Grundlage dafür, ob unsere Seele überlebt. [Martin: »Ja, wenn wir ihn aufgeben, haben wir unser eigentliches Wesen aufgegeben.«] Dem stimme ich zu. Wenn diese Personen anfangen, ihre Entscheidungsfähigkeit aufzugeben und ihren Geist an etwas anderes ausliefern oder ihr Geist vom Ego völlig durchdrungen wird, verlieren wir sie. [Martin: »Nun, das ist der Anfang dessen, was ich meinerseits als ›Besessenheit‹ bezeichne.«] Mit Besessenheit kenne ich mich nicht so gut aus. So etwas ist mir in meiner Laufbahn nur ein oder zwei Mal begegnet … die Mehrzahl der Leute, die zu mir kommen, um technische Fernwahrnehmung zu lernen, sind … ausgeglichen … interessiert und begeistert und Einzelfälle [die ein Risiko darstellen] können wir herausnehmen. Das müssen wir, weil wir schon Katastrophen erlebt haben … Als in der Vergangenheit diese Katastrophen passierten – im militärischen Team wie im Fall von ein oder zwei Zivilisten, ehemaligen Schülern –, waren das wirkliche Katastrophen … Schamanismus unter modernem Namen Der Moderator unterbricht und fragt Malachi Martin, ob es einen relativ sicheren Weg gäbe, um das zu praktizieren, was Ed Dames tut. Martin antwortet: »Absolut.« Er sagt, dass Dames »ein System für Kontrolle und Ausgewogenheit vorgestellt hat« und über eine »vertraute Kenntnis der Wesen verfügt, die diesen Bereich bewohnen, den er betritt und in dem er arbeitet …« Wir haben bereits gezeigt, dass dadurch die Bibel als völlig unglaubwürdig hingestellt wird, wenn man Fernwahrnehmung als eine natürliche Begabung ansieht (wie Martin und Dames). Die Bibel beansprucht, Gottes Wort zu sein, eine einzigartige Offenbarung, die einzig und allein durch heilige, von Gott besonders auserwählte und von seinem Heiligen Geist inspirierte Menschen gegeben werden konnte. Doch wenn Martin und Dames Recht haben, dann ist die Bibel bestenfalls nichts weiter als eine Präsentation von Information, die durch Fernwahrnehmung ohnehin für jeden zugänglich ist. Dann hätte die Bibel falsche Aussagen über ihre eigentliche Grundlage getroffen und von daher könnte man ihr auch in anderen Dingen nicht vertrauen. Martin und Dames stimmen darin überein, dass man das »Mittelplateau« betreten muss, wenn man Information mittels Fernwahrnehmung erhalten will. Dieser geheimnisvolle Bereich ist, wie sie zugeben, von üblen Wesen bewohnt, die Dames zufolge bösartig sind und einigen seiner Fernwahrnehmer schweren Schaden zugefügt haben. Martin sagt, sie würden dämonische Besessenheit verursachen. Somit geht aus ihrem eigenen Zeugnis hervor, dass die durch Fernwahrnehmung erhaltene Information aus dem Reich des Dämonischen stammt! So braucht es uns nicht zu verwundern, dass die Bibel jegliche okkulte Aktivität strengstens untersagt. Doch Martin, der römisch-katholische Theologe und Exorzist, und Dames sehen nichts Falsches an der Fernwahrnehmung. Wie soll man sich dabei schützen? Warum einfach nur durch eine wissenschaftliche Methode mit angemessener Kontrolle und Ausgewogenheit und durch Vermeidung von zu großer Einbringung des Egos? Es ist sowohl eine unbiblische wie auch lächerliche Vorstellung, dass Satan und seine Untertanen sich von wissenschaftlicher Kontrolle und Ausgewogenheit beeindrucken oder abschrecken lassen sollen. Fernwahrnehmung ist einfach Schamanismus unter einem modernen Namen. Seit Tausenden von Jahren praktizieren Schamanen »Reisen außerhalb des Körpers«, mit denen sie sich zu entlegenen Orten begeben und Information beschaffen oder jemanden heilen oder einen Feind verfluchen. Fernwahrnehmer geben nicht so unverblümt wie Schamanen die entscheidende Rolle von Geistwesen zu (wie Michael Harner in dem Zitat zu Beginn dieses Kapitels). Die »Engel«, von denen Dames sich »Schutz« erhofft, könnten sehr wohl dieselben Wesen sein, deren Hilfe für die Schamanen unerlässlich ist. Handelt es sich wirklich um Engel oder vielmehr um Dämonen? Gefährliche Täuschung In der Diskussion erklärte Dames, er habe eine gesunde Angst vor diesen bösartigen Wesen – nicht Angst vor eigenem Schaden, fügt er hastig hinzu, weil er ja »mit Gott und Engeln in Verbindung steht«. Er sagt: »Das ist der einzige Grund, weshalb ich auf diesem Gebiet arbeiten kann.« Welch ein Irrtum! Er meint nicht nur, er sei durch die Beachtung eines wissenschaftlichen Protokolls vor dem Bösen geschützt, sondern Gott und seine Engel seien mit ihm, wenn er sich auf ein Gebiet wagt, das Gott strengstens verboten hat zu betreten. Und was ist es nun, das Dames die Überzeugung verleiht, alles sei in bester Ordnung? Natürlich sind es die erstaunlichen Ergebnisse, die er so behutsam ausschließlich zum Wohl der Menschheit einsetzt. Andere ließen ihr Ego dazwischen geraten oder lieferten um einen Preis ihre Freiheit an diese Wesen aus; Dames und seinen Fernwahrnehmern hingegen, die bestimmte Regeln beachten, ist nichts Schlimmes widerfahren. Martin macht Dames Komplimente für seinen gesunden Respekt vor diesen Wesen und für sein Vertrauen auf »Schutz durch Engel und Gott«. Er lobt Dames dafür, dass er einen klassischen religiösen Glauben hat und das ist der Grund, weshalb er »sich ohne Furcht auf dieses Gebiet wagen kann … Aus Respekt vor dem Feind treffen Sie bestimmte Vorsichtsmaßnahmen«. Dames erklärt weiter: »Ich kann erkennen, worum es sich bei diesen Dingen handelt … Als junger Mann, bevor ich diese professionellen Methoden lernte … brauchte ich Glauben an eine höhere Macht … meinen Gott, der mich vor der Finsternis beschützte. Aber jetzt kann ich im Dunkeln sehen, ich verbreite selbst dieses Licht da drinnen und sage: ›Aha, hier haben wir dieses und dort drüben jenes.‹« Martin lobt Dames: »Es scheint mir, Major Ed – und ich sage das als Priester –, dass Sie von einer Frömmigkeit überschattet sind, die ich nur meinem Heiland zuschreiben kann …« »Auch ich bin nur ein einfacher Christ«, antwortet Dames. Doch sowohl Dames, der Fernwahrnehmer, als auch Martin, dem Katholik, fehlt es anscheinend an jeglichem Verständnis von biblischem Christsein. Dieser Irrglaube ist geradezu himmelschreiend! Eine überraschende Schlussfolgerung Kurze Zeit später bemerkt Martin in diesem Dialog: »Ich habe unbegrenztes Vertrauen auf die Methoden und Techniken, die Major Ed Dames anwendet. Ich habe keinerlei Bedenken, wirklich nicht.« »Das finde ich bemerkenswert«, sagt der Moderator mit offenkundiger Begeisterung. »Viele Christen, Leute, die hier in der Sendung anrufen oder Faxe schicken, würden sagen, dass Eds Praktiken vom Teufel sind.« Ed wirft hastig ein: »Darf ich Sie kurz unterbrechen? Als der Leiter des US-Auslands-Geheimdienstes über unser Programm informiert und daraufhin leichenblass wurde, sagte er, dass man von solchen Dingen erst nach dem Tod erfahren sollte!« »Das ist eine lustige Umkehrung dessen, was im Garten Eden geschehen ist«, lacht Malachi Martin. »Ich meine wirklich, dass sich in Ed Dames und seinen Mitarbeitern ein Charisma [nach 1Kor 12 eine Gabe des Heiligen Geistes] entfaltet, und es ist ein Wirken Gottes … Ich erinnere mich, wie Mitte der 80er Jahre einige Mitarbeiter der US-Armee auf mich zukamen und sich beschwerten: ›Sehen Sie, wir haben Offiziere in bestimmten Techniken ausgebildet und … jetzt haben sie Symptome entwickelt, die Sie in Ihrem neuen Buch über [dämonische] Besessenheit beschreiben.‹« Nach ein paar weiteren Sätzen kommt der Moderator zur Schlussfolgerung: »Ich bin überrascht über das Ergebnis, das wir zwischen Ihnen beiden erzielt haben und freue mich darüber und könnte mir vorstellen, dass auch Sie erfreut sind.« »Ich bin sehr überrascht«, antwortet Malachi Martin, »und ich bin höchst erfreut und habe sehr viel gelernt. Es war für mich wirklich eine Bereicherung. Ich möchte Ihnen herzlich danken, Ed Dames.« »Es war mir eine Ehre, Pater Martin.« »Möge Gott mit Ihnen sein und Ihnen Gnade geben«, sind die letzten Segensworte des jesuitischen Priesters an den »christlichen« Major. Ein geheimes Programm? Professor Courtney Browns Buch Kosmische Begegnung enthält ungewöhnliche Informationen, die durch Fernwahrnehmung erlangt wurden. Es geht um die angebliche Anwesenheit und Aktivität von Außerirdischen auf dem Mars und der Erde. Infolgedessen war Brown bei Radio-Talkshows sehr gefragt. Bei einer bekannten Sendung erwähnte ein Anrufer, dass Professor Brown in seinem Buch positiv das Buch Urantia erwähne und bat um nähere Auskunft. Der Moderator der Sendung bat Brown im Interesse der Zuhörer, das Buch Urantia näher zu erläutern. Brown antwortete: [Es handelt sich um] die Geschichte des Lebens jenseits des physischen Bereichs … im Subspace [»Unterraum«] … das Leben, das existiert, nachdem Sie Ihren natürlichen Körper verlassen haben. Und es umfasst ferner die Geschichte vom Leben Jesu … wie die Bibel, nur bietet es neuere Informationen … Die Leute vom Militär … haben das Buch Urantia bekommen und es gab einige ausführliche Diskussionen über [verschiedene Themen] die in der Bibel nicht so deutlich zur Sprache kommen. Und so zielten sie auf einige dieser Themen ab … und sie waren verblüfft festzustellen, dass Etliches aus dem Buch Urantia tatsächlich geschehen ist … Eine Sache aus dem Buch Urantia, die wir feststellten, war, dass an der biblischen Geschichte von Adam und Eva tatsächlich etwas Wahres dran ist … ein ganz klein wenig Wahrheit. In Wirklichkeit war es so, dass die alten Propheten auf ihre eigene unbeholfene Weise primitive Fernwahrnehmer waren und tatsächlich erkannten, dass es vor langer Zeit ein Paar gab, das irgendwie etwas mit der Geburt der Menschheit zu tun hatte … Adam und Eva waren Projektleiter eines kulturellen und genetischen Aufputsch-Projektes von Außerirdischen, das schief ging … Wir sollten an dieser Stelle bedenken, dass sowohl Malachi Martin wie auch Ed Dames darin übereinstimmten, dass man bei der Fernwahrnehmung einen Bereich betritt, der von Geistwesen bewohnt ist. Kann es sein, dass dieselben Wesen, die das Buch Urantia inspiriert haben, nun für ihre eigenen heimtückischen Zwecke die Fähigkeit zur Fernwahrnehmung vermitteln? Aufgrund der Bestätigung von Urantia durch Fernwahrnehmung scheint das zumindest wahrscheinlich zu sein. Könnte diese Tatsache nicht auch ein Hinweis sein auf den Zweck der Fernwahrnehmung – die Bestätigung ihrer Glaubwürdigkeit und später ihr Einsatz zur Zerstörung des Glaubens an die Bibel und zur Gründung einer Gegenreligion? Das Buch Urantia untergräbt in hohem Maße Gottes Wort, angefangen von der Darstellung von Adam und Eva als »Projektleiter eines … Projekts von Außerirdischen, das schief ging« bis hin zur völligen Verwerfung des Kreuzes Christi! Es stellt eine neue Kosmologie des Universums vor sowie neue Begriffe von Gott, Christus und der Erlösung. Dieses umfangreiche, fast 2100 Seiten umfassende Buch widerspricht der Bibel (oder besser: pervertiert sie) auf jeder Seite. »Gott« ist eine Dreiheit von Dreiheiten; die höhere (»Paradies-Trinität«) ist existenziell und die niedrigeren beiden (»Ultimative Trinität« und »Absolute Trinität«) beruhen auf Erfahrung. Und beide evolvieren in einem 2-Milliarden-Jahre-Zyklus. Dort gibt es Universen innerhalb von Universen, mit Millionen »lokaler Universen«, von denen jedes von einem »Schöpfersohn« gebildet und daraufhin von diesem beherrscht wird und von denen jedes zur »Ordnung Michaels« gehört. Michael von Nebadon (Nebadon ist ein lokales Universum, innerhalb dessen sich unser Planet Urantia bewegt) inkarnierte auf unserem Planeten als Jesus von Nazareth. Dieser Jesus war die 611.121. »Personifikation des Universalen Vaters und des Ewigen Sohnes [was immer das heißen mag!]«. Sein Hauptquartier ist »eine Lichtvilla auf Salvington« und seine Evolution hat ihn durch »alle drei Phasen der Existenz intelligenter Geschöpfe geführt: spirituell, moronziell und materiell«. Die irregeleiteten Fernwahrnehmer dachten, das Buch Urantia enthielte »aktuellere Informationen« über »das Leben Jesu«. Der »Jesus« von Urantia ist aber nicht der Jesus der Bibel. Dieses von Dämonen inspirierte umfangreiche Werk verwirft gerade das Herzstück des Evangeliums, Jesu stellvertretenden Tod für unsere Sünden. Es bezeichnet diese Wahrheit als »eine völlig infantile und primitive Religion, eine Philosophie, die einem aufgeklärten Zeitalter der Wissenschaft und Wahrheit nicht würdig ist … den [Millionen von] himmlischen Wesen und göttlichen Herrschern, die im Universum dienen und herrschen, gänzlich zuwider … ein Affront gegenüber Gott … dass unschuldiges Blut vergossen werden musste, um seine Gunst zu erlangen oder den fiktiven göttlichen Zorn zu besänftigen.« Weitere Probleme Ein Anrufer bei der Radiosendung setzt Professor Brown unter Druck: »Haben Sie auf Ihr Buch bereits Resonanz von religiösen Führungspersonen? Denn in Ihrem Buch gibt es noch andere Dinge, die die Leute vielleicht noch schockierender finden würden … Sie sagen, Sie haben über Fernwahrnehmung mit Jesus und Buddha kommuniziert.« »Sehen Sie, der Grund, weshalb Fernwahrnehmung funktioniert«, sagt Brown gereizt, »besteht darin, dass wir aufgrund von Laborerfahrungen wissen, dass wir mehr sind als stoffliches Blut, Fleisch und Gebein. Wir sind … eine Seele im Körper … Sie brauchen sich tatsächlich nicht physisch zu den Plätzen begeben, die Sie per Fernwahrnehmung betrachten, sondern Sie können sie exakt und bis ins kleinste Detail beschreiben, indem Sie diese äußerst strengen militärisch erprobten Methoden anwenden. Und wenn Sie das zustande bringen, nun, dann werden Sie sagen, dass es einen Teil von Ihnen geben muss, der über den Bereich des Physischen hinausgeht. Und diesen Teil, den bezeichnen einige natürlich als die Seele, andere als das Unbewusste … wir bevorzugen die Bezeichnung Subspace Mind … Und das deshalb, weil die Seele … etwas tun kann, was der physische Körper nicht kann, nämlich tatsächlich Fernwahrnehmen mit einer enormen Präzision …« Die Sendung setzte dann fort mit einer Besprechung von Dr. Browns Buch Kosmische Begegnung und der geheimen Gesellschaft der Marsbewohner, die sich auf der Erde versteckt halten und die er durch Fernwahrnehmung entdeckt hat. Brown sagte außerdem: »Auf dem Mars gibt es einige Hunderttausend … die dort weg müssen und mit einer Flotte hierher kommen werden. Das ist ein faszinierendes und interessantes Ereignis …« Dr. Brown hat seinen Ruf als Akademiker auf die Genauigkeit dieser unglaublichen Überzeugungen gesetzt, die er durch Fernwahrnehmung entdeckt hat und von denen er behauptet, dass sie sehr bald als wahr geoffenbart werden. Im Kapitel über Ufos werden wir darauf zurückkommen. Hinein in die Scientology! Wenn man zwei Stunden Tonbandaufzeichnungen gehört und versucht hat, auf dem Internet den Anklagen und Gegenanklagen der Fernwahrnehmer kreuz und quer zu folgen, weiß man nicht mehr, wem man glauben soll. Ebenso wenig können wir jene nachprüfen, die behaupten, an streng geheimen Regierungsprojekten mitgewirkt zu haben, die immer noch ein Buch mit sieben Siegeln sind. Zum Bereich des Okkulten gehört auch die Verführung der Welt und der Christenheit, und somit haben wir eine Menge Verwirrung zu erwarten. Bei unseren Nachforschungen haben wir entdeckt, dass ein großer Teil der Fernwahrnehmer Sektenmitglieder bei Scientology sind. Harold Puthoff selbst war ein hochgradiger Scientologe, ebenso Ingo Swann. Tatsächlich trug gerade der Artikel, den Swann auf dem Ersten Internationalen Kongress für Psychotronische Forschung in Prag am 6. September 1974 vorstellte, den Titel: »Scientologische Techniken: Ein modernes Paradigma für die Erklärung des Bewusstseins und übersinnlicher Integration.« Ein großer Teil der Finanzierung der Anfänge der Fernwahrnehmung stammte von George W. Church Jr., einem weiteren hochgradigen Scientologen, über seine Stiftung »Science Unlimited Research Foundation«. Der hohe Anteil an Scientologen im Programm kann das hohe Interesse der Fernwahrnehmer an Marsbewohnern und Ufos erklären. Die durch Fernwahrnehmung erhaltenen Informationen hören sich zum Großteil an wie wiederverwertete Science Fiction aus der Feder Ron Hubbards, dem Gründer von Scientology. Scientology ist Okkultismus in Reinkultur, einschließlich aller Lügen der Schlange aus dem Garten Eden. Kurz gesagt, lehrt Scientology, wir seien alle ungeschaffene, allmächtige, allwissende Wesen, die als »Thetanen« bezeichnet werden. Wir Thetanen haben dieses ganze MEST (»Materie-, Energie-, Raum-, Zeit-Kontinuum«) erschaffen, in dem wir leben. Wir erschufen auch Geschöpfe und inkarnierten dann in ihren Körpern. Als sie starben und zu höheren Stufen evolvierten, reinkarnierten wir immer wieder. Als wir uns schließlich bis auf unseren jetzigen Status als Menschen entwickelt hatten, waren wir so weit von unserem Ursprung als Thetanen entfernt, dass wir vergaßen, wer wir waren. Scientology unterzieht den Menschen einem Prozess, der Psychotherapie mit östlichem Mystizismus kombiniert, bringt ihn über seine vergangenen Leben zurück auf den Weg vom Thetanen zum Menschen und schält das »Engramm« (Traumata) heraus, das er auf dem Weg angenommen hat. Wenn der Prozess vollendet ist, bricht der Mensch in einen Zustand durch, der als »clear« (»klar«) bezeichnet wird und erkennt, wer er wirklich ist: ein funktionierender Thetan [d. h. Gott]! Wer an dieses Szenario glaubt und sich vorstellt, er sei nun ein allmächtiger, allwissender Thetan, unterliegt eindeutig einer schweren Illusion. Die Parapsychologie bietet die Hoffnung, Wege zu entdecken, wie man die angeblich in uns existierende Kraft nach außen zeigen kann. Man kann wohl daran zweifeln, dass dies die Motivation für die Fernwahrnehmungs-Forschung war und dass der Okkultismus von Scientology zu dieser Entwicklung beigetragen hat. Wir können zwar nicht sicher sein, wie viel wir von den vorliegenden Berichten glauben können, doch ist bei der Fernwahrnehmung zweifellos eine okkulte Macht am Werke. Von Fernwahrnehmern wurden einige äußerst beeindruckende Ergebnisse erzielt, die sich einer rationalen Erklärung entziehen. Die Tatsache, dass die Lügen der Schlange von Eden die Philosophie untermauern, die durch Fernwahrnehmung gefördert wird, ist ein wichtiges Indiz für die Identität der dahinter stehenden Macht. Der beständige Angriff auf den wahren christlichen Glauben und der Versuch, die Bibel als unglaubwürdig hinzustellen, sind weitere Bestätigungen dieser Identität. Welcher religiösen Überzeugung man auch sein mag, so weist das bis hierher dargebotene Beweismaterial jedenfalls stark darauf hin, dass auf diesem Planeten eine okkulte Invasion im Gange ist. Sie gewinnt in alarmierendem Maße an Einflusskraft. Ob diese gegenwärtige Invasion eine Bedeutung hat in Bezug auf die biblische Prophetie über die Endzeit, ist eine Frage, mit der wir uns auseinandersetzen müssen. Der Artikel wurde dem Buch DIE OKKULTE INVASION entnommen. Horst Koch, Herborn, im März 2006
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