Avatare

Horst W. Beck

 

Über Engel und Dämonen im Zeitalter künstlicher Intelligenz und

Informationskosmologie

 

I Das Lichtkleid Gottes als alles tragende und bedingende Schöpfungssubstanz

Die Schnelle der wissen­schaftlichen und technologischen Umwälzungen bedrängt uns  im 21.Jahrhundert. Wer kommt im Den­ken und Vorstellen noch mit? Biblische An­knüp­fungen mit ge­wagten Auslegungen könnten eine Brücke zu Herausforderungen sein: Gott der Heerscharen spricht (Gen 1,3): „Es sei Licht – und es ist Licht“. Psalmbeter spre­chen (104,1-2) „Licht ist dein Kleid, das du an­hast. Du breitest den Himmel aus wie ei­nen Teppich..“ (139,5) “Von allen Seiten um­gibst du mich und hältst deine Hand über mir“

Licht und Raum werden durch steten Forschungserfolg und Da­tenmehrung für Physik und Informations-technologie span­nender und rätselhafter. Einmal weil man immer deutlicher einsieht, dass der erkenn­bare und technologisch zugriffsfähige Anteil der Schöp­fungsenergie im Bilde wie ein Gischtschaum auf einem uner­gründlichen Ozean sich zeigt. Am Großrand der Astro­nomie und Kleinrand der Mikro-Physik spricht man von „dunkler Energie-Mate­rie“, die nur indirekt erschlossen wird und gegen das „Sichtbare“ als Bildwort für das physi­kalisch Mess- und Wägbare alles Vorstel­len überschießt. Das Prophetenwort (Jer 31,37) schränkt naturalistische Schöpfungserkennt­nis ein: „Wenn man den Himmel oben mes­sen könnte und den Grund der Erde er­for­schen… „ dann würde Israel wegen seines Unglaubens verwor­fen. Niemals! - ist die Heilsbotschaft. Paulus bestätigt dieses Nie­mals (Röm 11, 25-36).

Zum Zweiten: Die Schöp­fung ist für den Menschen nicht nur quantitativ-räumlich un­fasslich, sondern wie sich immer rasanter entpuppt, ob ihrer informativen Quantität und Qualität. Sehr ver­einfachte Zahlenspiele wei­sen die Grenzen auf:

Mit heutiger Teleskop-Tech­nik ist der er­schließbare Galaxien-Raum ohne Grenzein­sicht 10000000000000000000 (1020)m tief; der Erdradius 4400000m; die Größe des Men­schen 1-2*100m (1-2m); Ge­gen das Kleine sind die Maße: Organi­sche Zelle 0,0001-0,00000001m; Atom 0.0000000001 (10-10)m; Elemen­tarteilchen-Teilchen (Pro­ton, Neu­tron, Elektron) 0,000000000000001 (10-15)m; kleinste mit Lasertechnik noch messbare Wellenlänge des Lichtes 0,00000000000000000001 (10-20 )m; Planck-Kubenlänge 0,0000000000000000000000000000000001 (10-35 ) m.

Licht - oder mehr physika­lisch ausge­drückt elektromagneti­sche Strahlung – ist die sich stetig ausspannende Energieform, die die Raumwirklichkeit dauernd neu prä­sen­tiert. Wir Menschen  existieren in einem sichtbaren Ausschnitt des Lichtfeldes und sehen Tiere, Men­schen, Berge und Sterne samt unserer technischen Schöpfungen. Von dem informationsgeladenen elektromagneti­schen Feld, das uns Funk, Radio und Fernse­hen ge­währt, sehen wir mit unseren Au­gen nichts, haben aber kaum Zwei­fel an seiner Realität. Mit bloßen Augen könnten wir bis zu 6000 Sterne am Himmelsgewölbe zäh­len. Doch das kosmische Lichtfeld von den lan­gen bis kurzen Wellen bietet uns durch mo­dernste Tele­skop- und Mikrotechnik Wunder über Wunder.an Sonnen und Pla­neten, Stern­haufen, Teilchenbal­lungen, Magnetfeldern, Schwarzen Löchern, Super-Nova- Explo­sions­szenarien und was die Astrowis­sen­schaft noch bieten könnte.  Die im Inter­net gebotene NASA-Bil­der-Galerie ist uner­sätt­lich!           Doch was wir alles nicht sehen sind die Wunder des fast unendlich Klei­nen. Die physikalischen Grenztheo­rien stoßen an ein Licht-Web mit der angezeigten Planck-Wel­len­länge mit den 35 Nullen nach dem Komma. Und in dieser Größenord­nung ver­muten Physiker nach ihren Gleichungen sog. informierte strings (Saiten), Informations­knäuel, die auch die Erscheinungen unserer sicht- bzw. messbaren Er­scheinungswelt programmieren. Schwindelig wird es uns fast wenn wir vernehmen, dass das kosmische Lichtfeld nicht nur so fein bis zu den infor­mationsgepackten Super­strings gewoben ist, sondern noch 10 bis 26 mathematische Di­men­sionen der Raumgeometrie vor­spiegelt. Diese Andeutungen sollen uns helfen, die Schöpfung als für uns nach dem propheti­schen Wort unergründliche aber von einem Souverän disponierte und kontrol­lierte  In­formationswirklichkeit zu erahnen.

Noch im 19.Jahrhundert dachte man sich den Weltaufbau aus kleinsten Teilchen, Atome genannt, zwischen denen Kräfte wir­ken. Aus der Kenntnis der Teilchen und Wechselwirkungen  spekulierte man auf eine prinzipiell physikalisch-mechanisch erklär­bare Welt einschließlich des Lebens. Doch im 21.Jahrhundert verflüchtigt sich solche Weltsicht total. Fast unendlich kleine Infor­mationsfäden scheinen die Ur- Schöpfungs­elemente zu sein, die alle für uns sichtbaren Erscheinungen bedingen. Ein mehrdimensio­nales Energie- bzw. Lichtfeld  durchdringt alles und vermittelt die Informationsregulati­onen.  Informationsspiele sind nicht ohne Urheber. „Wer“ reguliert und kontrolliert wird zur Frage. Irgendwelche Mechanismen?

Die mathematisch feinsinnigsten Schöp­fungstheorien stoßen auf Urheberfragen. Der Physik-Philosoph C.F.von Weizsäcker (1905-2007) sprach von Uren oder Entschei­d­ungsbäumen, die hinter jedem Energie-Quant stecken und fasst in Zahl: 1000000000000000000000000000000000000000 (1040) bits. Bit als elementares Informa­tionsmaß ist die Währung des 21. Jahrhun­derts. In weiteren Bildern spre­chen Kundige vom brodelnden Quanten­raum. Der geomet­risch mehrdimensionale Raum zeigt sich uns als brodelndes Lichtpi­xelfeld. Ein anderes Bild ist das Energie-Universum als digitaler Quanten-Computer. Der große Newton sprach die heutigen Meta­phern vorweg neh­mend vom Raum als sensorium Dei. Licht ist dein Kleid das Du an hast. Die aktuale reziproke Gegenwart des Souveräns. Im der dimensionalen Tiefe des kosmischen Energie- bzw. Lichtfeldes erkennen Theoreti-ker  nahezu zeitlose Kausalität oder aktuale All-Präsenz  (Psalm 139,5).

Die geschaffene Lichtwirklichkeit (Gen 1,3) ist von Anfang an vor der Bildung der Erd-, Pflanzen- und Tierwelt und nicht zu­letzt vor dem Ebenbild Mensch belebt. Gott der Heerscharen!  Das vergangene mecha­nistische Weltbild war: Atome und Wechsel­spiele. Das Urbiblische: Myriaden von Agenten – Engel oder Dienewesen – im in­formationsgeschwängerten Lichtfeld.

II Die Machtarenen www und cww – Internet - www-Avatare und geschaffne

Engel im Lichtkleid-cww

Die technische Revolution der vergange­nen Dezennien hat fast ungeplant mit Wild­wuchs zum millionenfachen Computerver­bund des Internet-www geführt. Das so ent­standene und dramatisch wachsende Leis­tungsangebot an Informationsverar­beitung und erdweiter Präsenz zieht entsprechend Programmieraufwand und Re­sultat auf schwindelnde Höhen. Die Gipfel sind virtu­elle Roboter, Netzagenten und Agentenkol­lektive, auf den Bildschirmen animierte Part­ner mit schmeichelnder Gestik und Exper­tenkapazitäten, die Philosophen auf den Plan rufen: Ist der Mensch hier Schöpfer von We­sen, die Bewusstsein imitieren? Und wenn nach na­turalistischer Sicht Bewusstsein nur Begleiterscheinung, Epiphänomen von Infor­mationskomplexität ist, künstlich geschaf­fene Intelligenzen, im Programmierjargon Avatare, Engel genannt, warum dann die Scheu, von künstlichen Menschen zu re­den? Szenarien werden von naturalistischen Philo­sophen und Wissenschaftstheore­tikern ent­worfen, die nach der Geschichte des Rabbi Löw aus Prag, der seinen ge­bastelten Gnom nicht mehr bezähmen kann, den Menschen als bloßes Zwischen­produkt der biologischen Evolution entmachtet und ersetzt sehen.

Biblische Anthropologie ist hier heraus­gefordert, zu benennen, was den gott­eben­bildlich geschaffenen Menschen von künstli­cher Agentenintelligenz im Inter­net-www unterscheidet. Da er ja unbestritten Schöpfer dieser Avatare oder Inter­netengel ist, spitzt sich alles zu gegen die wahnwitzigen Frage, worin er sich denn vom Dreieinen Schöpfer – gepriesen sei Er – unterschei­det. Psalm 8,5f: “Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?  Du hast ihn wenig niedriger gemacht als Gott, mit Ehre und Herrlich­keit hast du ihn gekrönt. Du hast ihn zum Herrn gemacht über deiner Hände Werk, alles hast du unter seine Füße ge­tan..“.

Nun ist dieser Mensch Schöpfer von In­ternet-www-Engeln, virtuellen Knowbots (knowledge robots) mit Expertenlogistik, die in dieser Hinsicht seine individuellen Fähig­keiten überschießt. Die animierte Partnermi­mik auf dem Bildschirm besticht. Was ist der Leib dieser geschmeidigen Avatare? Nach 0/1-Informationslogik gela­dene oder freie Speicherplätze? In Chip-Schaltkreisen und Leiterbahnen mit nahezu Lichtgeschwindig­keit gejagte Elektronenbündel? Die gezielten Erregungsmuster,  die über die Bildschirme huschen? Die Expertensoftware, die den je aktuellen Aktions- und Repräsentationsraum des Agenten generiert, kann erd- und satelli­tenweit auf Da­tenbanken gestreut sein.

Der Zellleib einer Amöbe, einer Pflanze, eines Tieres ist ein gewohntes Bild. Innerlich erschauen wir das Artige, wie zum Beispiel das Pfer­deartige. Ein rassiges Pferd können wir uns vorstellen. Mit inneren Bildern erken­nen wir auch die von uns gesonderten Lebewesen unserer Umwelt.  Eine analoge Leibvorstellung vom virtuellen Roboter auf Internet-www verflüchtigt sich. Leichter ha­ben wir es mit den Robotern im Maschinen­leib, die freilich auch softwaregesteuert und internetverlinkt agieren.

Das Internet-Web www zwingt uns über göttlich und menschlich Geschaffenes neu nachzudenken und in austauschbare Bilder zu bringen. Die Quantentheorie, zur Quan­tenfeldtheorie erweitert, zwang und zwingt uns ebenfalls gewohnte Vorstel­lungen auf­zugeben. Es ist vor allem die Alltagsvorstel­lung, unsere Außenwelt be­stünde aus ein­deutig abgrenzbaren Dingen, wie dieser Stuhl, dieses Molekül, dieser Einzeller, diese Pflanze, dieser Mitmensch da.

Anerkannte Experimente von Alain Aspect in Paris und Theoriebestätigung durch den Schotten J. Bell lassen kaum mehr zweifeln, dass in der Kleinstschicht des Schöpfungsseins, d.h. im benannten Planck-Web alles miteinender quantenverschränkt wechselwirkt und zwar ohne für uns mess- bzw. feststellbaren Zeitverbrauch. Die räum­liche Distanz wird kausal wesenlos. Die Quantentheoretiker sprechen von Nichtloka­lität und Nichtse­parierbarkeit der Kleinst­wirkungen, ja nach Heisenberg von einer mathe­matisch formulierbaren Unschärfe im Kleinsten. Da alles was für uns sicht-, wäg- und messbar erscheint, eben unsere sichtbare und handliche Alltagswelt, in den  Hyper­raum eingebettet, besser Projektion aus die­sem mehrdimensionalen Lichtweb www oder biblisch-bildlich, dem göttlichen Lichtkleid ist, berühren wir, was Newton den absolu­ten Raum als sensorium dei, das Berüh­rungsorgan des Schöp­fers mit den Geschöp­fen umriss. Selbst die Physiker, die lieber vom Quantenva­kuum als alles umschlie­ßende Grenzwirklichkeit sprechen, rätseln um dieses blei­bende Mysterium, das sie auch als unerschöpfliche Energiequelle ins Zah­lenspiel bringen.

Das Lichtkleid mit seiner dynamischen ‚Web’struktur ist neben seiner existenz­ge­benden Raumstiftung nach Euklidischem Maß noch ein unfasslich leistungsfä­higes di­gitales Informations-Web,  das cww (cosmic wide web) benannt sei. Von der göttlichen Aktionsseite aus wird es mit cu ≈ ∞ willentlich geführt. In der uns technisch zugriffsfähigen irdischen Stufe mit den elek­tromagnetischen Lichtbrü­cken ist Führung mit c0 ≈ 300000 km/s. Computer- und www-Taktungen und erd­weite bzw. satellitenweite Kommunikation klappen ebenso auf c0-Ba­sis. Das Leis­tungsverhältnis irdisch-techni­scher Informationsverarbeitung zu den schöpferischen Informationsakten erscheint wie c0 zu cu ( 300 000: ≈∞). Freilich ist solch ge­wagter Vergleich des endlichen Maßes zum nahezu Unendlichen nur Metapher. Die Einschränkung nahezu (≈∞) hat zu beach­tende Bedeutung: handelt der Dreieiene ad extra (von sich zum Geschaffenen hin), sind die Handlungsschritte im Zim-Zum endlich, freilich treffender nahezu unendlich .Sonst wäre kein Tangens zum Geschöpflichen. Der Schöpfer erniedrigt sich schon hier berühr­lich im Zim-Zum,  seiner dezenten Zu­rücknhame gegenüber seiner Schöpfung. Die Erniedrigung zur Verleiblichung im gesand­ten Gottmenschen ist später zu erörterndes Geheimnis! Das Endliche fasst niemals das Unendliche, doch in der Kenose, der Ernie­drigung nach dem Hymnus im Philipperbrief des Apostels, ist körperartige Berührung!

Das cww zieht selbst nach Euklidi­schem Maß in drei Raumrichtungen den endlichen, für uns endliche Menschenwesen praktisch unendlichen Grundraum lichtmäßig als Wellenweb mit cu ≈∞ auf (Psalm 104,3).  Das Wellenweb ist nicht nur uner­schöpfli­ches Energiereservoir für alle möglichen Er­scheinungen, die Quantentheo­retiker spre­chen von der unauslotbaren Nullpunktenergie und nennen Zahlenorgien gegen Unendlich [10114 (≈∞) ergs/cm3 ],  es ist mit seinen Planckwellenmaschen auch digitales Infor­mationsweb von unauslotbarer Speicher- und Rechenleistung.

Ist die Schöpfung, das Lichtkleid des Schöpfers, ein digitales Universum? Letzte­ren  Begriff gebrauchen säkulare Wissen­schaftler ohne einen Hauch von Theologie. Der Informatiker W. Gitt fordert mit einem Titel „Im Anfang war die Information“ (In the Beginning was Information - in mehreren Auflagen und Übersetzungen 1989-2002 erschienen) damit heraus, dass Information ein Voll­zugsbergriff im Akt der Kommunikation, der Speicherung und Wir­kung sei und ohne Autor, Sender und Emp­fänger und Bedeutungszuordnung keinen Sinn trägt.

Wenn wir die Substanz der Schöpfung, das cww als informativ beherrschtes Ener­giefeld erkennen, drängt sich alles zum Fra­gen, welche willentlichen Instanzen dieses grundgelegte cww beherrschen. Der Schöp­fer hat Geschöpfen im Zim-Zum Informa­tions- und Handlungsmacht eingeräumt. „Der Dreieine spricht und es geschieht“, dieser Basissatz aller Schöpfungsbetrachtung ist wahr und widerspruchs­frei zu allem sog. Naturgesetz, das ‚diesen Äon’ typisiert. Hier kann man nicht kon­kret und realistisch genug sein, deshalb zur Entscheidung zwingende Beispiele: Der in die leiblichen Bedingungen dieses Äons verkörperte, inkarnierte Gottes­sohn, die Schöpferperson des Dreieinen, handelt zum Zeichen seiner Macht: Ein lep­rakran­ker, körperlich ruinierter Mann steht vor Jesus. Der Gottessohn ist bis in sein Innerstes betroffen und befiehlt: „Sei frei von der Lepramacht!“. Der Augenzeugen­bericht [Mark 1,42ff] fährt nüchtern fort: „sofort war der Mann gesund“.

Hier liegt im Zeitquant der Heisen­bergschen Unschärfeschwellen ein körperli­cher Statuswechsel vor. Es gibt ein Vorher, nämlich der durch Lepra Entstellte, und ein Nachher, nämlich der Gesunde. Der Status­wechsel  selbst hat keine messbare Verlaufs­zeit im sichtbaren c0-Korsett dieses Äons. Die die quantentheoretische Unschärfe ergibt sich aus der notwendi­gen Offenheit alles energetisch-materiellen Geschehens gegen­über der stetigen immateriellen Begleitung durch kontingente und willentlich kontrol­lierte Informa­tionskonditionen. Dies ent­spricht auch der spirituellen Deutung der Quantentheorie von C.F. von Weizsäcker und seines Schülers Th. Görnitz: jeder Quantenschritt an der Oberfläche des Mess­baren kann  induziert sein durch einen ver­borgenen Entscheidungsbaum von 1040 Ent­scheidungseinheiten oder Information-bits. Wieder eine Zahlenorgie! Doch diese un­fassliche Zahl bringt zum Ausdruck, dass an jedem Raum-Zeit-Schnitt ein kontingenter Informationssturm losbrechen kann, der zu un­beschreiblichen sofortigen Statuswechseln von energetisch-materiellen System führt.  

Grundlegend für die Quantentheorie des kosmischen Lichtfeldes  ist die offene Span­nung zwischen sog. stationären  Verlaufs­ketten und kontingenten Steuermöglichkeiten aus dem Hyperraum. Unser Äon ist dadurch gekennzeichnet, dass die nicht unterbroche­nen stationären Prozesse eben das Normale repräsentieren. Im Fachjargon gesagt: der entelechiale Tensor des Hyperraumgesche­hens ist normal auf Nullwirkung. Aktivierung ist das wörtlich Kontingente, das Unbere­chenbare und nicht gesetzestypisch Ableitba­re. Das ist der Grund, warum Technik, As­tronomie und Medizin mit erstaunlichen Nä­herungs­theorien und Techniken gelingen. Kausalität aber muss unscharf bleiben und ver­blasst zum Spruch: „Immer wenn die und die Bedingungen erfüllt sind, erwarten wir mit hoher Wahrscheinlichkeit den und jenen Effekt“. Zum Glück kann man damit ganz normal  leben und handeln!

Drastische Beispiele erhellen die Grund­befindlichkeit dieses Äons: Die Jünger sind mit ihrem Rabbi Jesus  auf dem Galiläi­schen Meer im Boot. Der Meister schläft hinten. „Und es erhob sich ein großer Wind­wirbel, und die Wellen schlugen in das Boot... Und er stand auf und bedrohte den Wind und sprach zu dem Meer: Schweig und verstumme! Und der Wind legte sich, und es entstand eine große Stille“ [Mark 4,37-39]. Ein Willenswort verfügt  den Statuswechsel komplex-chao­tischen Wetters. Die knappe Erzählung dringt auf den Grund des Gesche­hens: Hier liegt in der tiefsten Hyperraum­kausalität ein Willenskampf um physikali­sche Reprä­sentation vor. Wetter ist auch physikalisch ein statistisch-chaotisches Sys­tem. Mit dem bedrohlichen Sturm  auf dem Galiläischen Meer ist eine Gegenmacht auf dem Plan, die offensichtlich sich auch in der Kausierungsebene  physikalischer Vorgänge ausspielen kann. Nur so verstehen wir das Drohwort des Gottessohnes als Machtwort mit physikalischer Resonanz.

Die Rückfrage der betroffenen Jünger ist irgendwie auch die unsere [Mark 4,41]: „Wer ist der? Auch Wind und Meer sind ihm gehorsam!“

Wahrscheinlichkeitsgleichungen mit normalen Erfahrungsparametern sprechen für den bezeugten Wetterwechsel auf Befehl nicht an. Sie sind aber auch nicht im Wider­spruch zu einem kontingenten bit-Sturm.  Das Normale, das Stationäre, steht nur in der Erlebnishäufigkeit gegen das sog. Para-Nor­male, das Kontingente und damit Verwun­derliche. Der Einwand vom Standpunkt, mathematisch formulierbare ‚Naturgesetze’ seien doch der eherne gesetzliche Grund des Daseins, auf den man sich präzise verlassen könne, gegen eine willensfundierte Schöp­fungssicht, ein sog. voluntaristisches Welt­bild nach K.Heim, ist durchaus verständlich. Wille, nicht Urteil­chen oder Urkraft ist das Ende der hierarchischen Kausalketten.

Die Frage nach dem Leib der Internet-Engel ist oben aufgeworfen. Interessant ist die Analogie zum Holismus der Quantenrea­lität: Nichtlokalität und Nichttrenn­barkeit des Mikrogeschehens. Der Avatar-Leib des In­ternetagenten kann mit seiner je aktualisier­baren Expertenprogrammatur erd- bzw. sa­tellitenweit verschmiert sein. Auch die kol­lektive Agentenverkoppelung ist www-weit.

 

III Engel- und Dämonen–Realismus im Kontrast künstlicher Intelligenz

 

Das Präludium der Genesis (Gen 1,1) lautet “Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.“ Gott ist im Majestätsplu­ral Elohim  Herr der himmlischen Heerscharen.  >Die Himmel< sind auch in der Psalmenmetapher der Lichtkleidsphären von Anfang an  belebte Hyperraumdomänen.  Die Engelnatur ist nach der klassischen Schriftstelle Hebräer 1,14 ganz Dienewesen. Für uns erscheinen nach Karl Barth die Engel fast verströ­mend in ihrer Funktion [KD III/3,429] und sollten demnach nicht zu scharf nach der analogen Differenz ins Bild irdisch-sichtba­rer Schöpfungsgestalten geholt werden. Das echte Geheimnis wäre trivialisiert.

Wie for­dern uns neuerdings die verströmenden In­ternet-Agenten, diese virtuel­len Knowbots, anzüglich Avatare benannt, in unserem Vor­stellen heraus! Wir fragten nach ihrem Leib und blieben ob ihrem Verströmen im www die Antwort schuldig. In der analogen Diffe­renz vom www drängte sich das cww auf. Sind die Dienewesen, die Legionen Engel des Schöpfers, in der keuschen Analogie ge­fragt, dessen Agenten? Selbstbewusste Intel­ligenzen mit Namen!

Künstliche Knowbots des Internet-www erlangen notwendigerweise nach natu­ralisti­scher Weltsicht Bewusstsein, denn Bewusst­sein gilt nach dieser radikalen sog. starken KI (KI = künstliche Intelligenz) als Epiphäno­men komplexer Abläufe. Muss schließlich auch eine konsequente naturalistische Welt­anschauung, zu der sich die meisten Wissen­schaftler heute offen bekennen, ein Hyper­raum-cww ak­zeptieren, folgt daraus logisch besiegelt die Evolutionshypothese von cww-Avata­ren durch morphogenetische cww-Fel­der, wie solche der Brite R. Sheldrake pro­gagiert. Evolvierte Hyperraum-Engel werden für den reflektierten Naturalismus akzepta­bel. Die Agentenphilosophie des www-In­ternets provoziert mit Szenarien von Gut und Böse, mit befürchteten Agentenkriegen und menschlichen Abhängig­keiten. Im Bilde des malicious agent, des destruktiven Agenten, der wie Viren boswillig programmiert oder der Kontrolle entglitten sein mag, tauchen Bilder des Dämonischen schon im www auf. Die analoge Übertragung ins cww  ist schon im gedanklichen Szenario bedrängend.  Die Analogie der religiösen Sprache ist im üb­ri­gen frappierend.

Der Urfall der guten Gottesengel in der Botenfunktion zur selbstischen Arroganz wäre bei gottgestiftetem Selbstbewusstsein die Ursünde, die die Schöpfung be­droht. Der Naturalismus wäre um analoge Szenarien nicht verlegen! Die metarea­listische  Evolu­tionshypothese ist schwanger mit Gedanken der werdenden Götter, letztlich des Einen Superintelligenten. Frevel so zu spekulieren – das Abwehrkrite­rium des lästerlichen Ge­dankens ist der sich bewusst denkende Dreieine von Ewigkeit zu Ewigkeit, der in freiem Wollen das selbstbewusste Geschöpf will und schafft.  Gewissenszentriertes Be­wusstsein wäre Wesensstiftung ohne Simula­tions­chance. Die Eminenz der Gabe zum Schöpfer im freien Du zu stehen wäre allein die Potenz zum Fall, zur Sünde, zur Aufleh­nung in Selbsthoheit.

Das unterscheidende Kriterium der Selbstbewusstheit ist in der formalen Ratio­nalität nicht zu fassen. Seit Alain Turing um 1930 geht der Streit um die Rationa­lität und das Bewusstsein der Computer, zuge­spitzt im Knowbot, im virtuellen Ro­boter mit Phaniepotenz auf unseren Bildschirmen. Vor einer Generation hätte man sich noch kaum vorstellen können, dass sich die Engel- und Dämonenex-sisistenz im Sinne des Metarea­lismus so provozierend zum Klären stellt. Zum einen ist seit eh und je der Engel- und Dämonen- sprich - Geister-Glaube interreli­giös und nicht nur biblisch.  Zum anderen hat eine zunehmende und globale naturalistische Esote­rikströmung an den Universitäten mit Beweisgründen des Metarealismus den klas­sischen A-Theismus oder konsequenten Wis­senschaftspositivismus abgelöst. Plumper Materialismus weicht immanentem Spiritua­lismus mit einer www- und cww-Avatar-Philosophie!

Die Biblische Schöpfungsdeutung mit Bezugsgrund zum Dreieinen ohne­gleichen ist somit herausgefordert, das Un­terscheidende zu bekennen. Das Große, das Kleine und der menschliche Geist [1998] ist der Titel des Streites zwischen dem sich als schamlosen Reduktionisten bezichtigen­den Stephen Hawking und Roger Penrose, den beiden famosen Mathemati­kern des Denkzent­rums Oxford. Roger Penrose ficht mit allen Mitteln des Logikers und Mathemati­kers für das Mehr des huma­nen Geistes, des Selbstbewußtseins über die Computer­rationalität. Bemerkenswert ist freilich, dass Roger P. Stehen H. nicht ein­mal mit den strengen Theoremen von der Unabschließbarkeit  des formalen Rechnens des Wiener Mathematikus Kurt Gödel überzeugen kann. Kurz: hier steht Glaube ge­gen Glaube, Bekenntnis gegen Bekenntnis. So wird es bleiben. Dass Bewusstheit des Geschöpfes Mensch und Gott verantwortli­che Bewusstheit der geschaffenen Erz-Engel mit Namen Luzifer oder Gabriel Stiftung des Dreieien Ohne­gleichen sei, kann ge­glaubt und bekannt, aber nicht formallogisch bewiesen wer­den! R. Penrose weicht aus in den Platonischen Ideenhimmel, in dem selbst die mathematischen Schlussfiguren ewig prä­sent seien. Der Mathematiker würde nur in­tuitiv Ideen ausschöpfen, die auch in der Natur sich vorfinden als Voraussetzung für eine mathematische Weltbeschreibung.  Plato selbst war fromm und sah in der Er­schauung der Ideen Teilhabe am Göttlichen. In der gefallenen Welt spiegeln sich die ewig-göttlichen Eidae (Wesensideen) freilich nur verzerrt und unrein.

Der jetztzeitige immanente Spiritualismus kann die Meta-Evolution von Geistin­dividuen zu cww-Avataren, hergerbacht Geister, Engel und Dämonen benannt, durchaus auch als mentalen Parallelismus der biologischen und neuerdings kyberneti­schen Evolution akzeptie­ren. Der  Amerikanische Physiker Frank Tipler bemühte eine physikalische Informa­tionstheorie zum Übertrumpfen des biologi­schen Teilhar­dismus (Teilhard de Chardin 1899-1955) im Sinne einer physikalisch-in­formativen Apokalypse: Im werdenden Welt­gedächtnis, sprich im werdenden Gott, sind auch wir alle abgespeichert und könnten als In­formationspaket ewig dauern. Die Evolutions­theologien des werdenden Gottes finden ihre Krönung in diesem informationsphysi­kali­schen Omega.
Der Ruf zum Unterscheidungskriterium zum Biblischen Gott von Ewigkeit zu Ewig­keit, dem Dreieinen Ohnegleichen und sei­nen mit Bewusstheit ausgestatten Geschöpfen steigert sich so in schrillem Laut. Und doch ist nun klar be­zeugt, dass trennende Definition und glasklares Argument der Objektsprache in der Bekenntnis- und Deutesprache ortlos sein müssen. Mit Roger Penrose wird man nur mit Logik die Offenheit und Unzulänglichkeit der präzisierenden Wissenschaftsspra­che mit Bestimmtheit einfordern können.

So steht der biblische Gottes- und Heils­glaube auf williger Antwort auf den Anruf der ergeht! Heiliger Geist, innertrinitarisch die ewige Du-zu-Du-Begegnung zwi­schen Vater und Sohn, auf die Schöpfung und das bewusste Geschöpf wundersam erkenntnisleitend ge­richtet, schafft doch Gewissheit und personale Wahrheit. Gottes­beweise mit Formalargu­menten sind erledigt, Gegenbeweise gegen Gott auf diesen Wegen ausgeschlossen. Sol­ches Patt ist seit I. Kant geläufig. Der Infor­matiker W. Gitt bringt das bedenkenswerte neue Argument ins Spiel: die sich von der Energie-Materie-Typik deutlich abhebenden Informationsgesetze, die immer und überall gel­ten, seien eine neue Art von Gottesbeweis. Im Sinne der analogen Differenz, nach der die Göttliche Vernunft, der Logos, in den Infor­mationsordnungen und mathemati­schen Kon­figurationen der Schöpfung sich widerspiegelt, wenn auch in Gebrochen­heit nach dem Vorbe­halt Platons, besticht der Einwand. Der Glaube an den Dreieinen Ohnegleichen bleibt vernünftig und sucht Bewährung in krassesten Her­ausforderungen wie die der künstlichen Agenten und angeblich nach Evo­lutionsge­setz immanent gezeugten Engeln und Dämonen.
Das gesuchte Unterscheidungskriterium ist die Selbstbewusstheit der ewigen Drei­einigkeit, die allein Macht hätte, Bewusstheit dem Geschöpf zu stiften. Die Tradition kennt die gestuften drei animae, Seelen: die anima vegetativa, die Leib­seele, die anima senstiva, die Fühlseele, die anima intellectiva, die Geist­seele. Die erste den Pflanzen, erste und zweite den Tieren und die Seelendreiheit dem Men­schen. Künstliche, vom Menschen gemachte oder von ihm nach Programm algorith­misch disponierte Internet-Engel sind künftige Rea­lität. Über Leistungsprofile im Menschen- bzw. Tiervergleich kann man streiten.  Garri Kasparow, der Schach­weltmeister erzielte 2003  gerade noch nach mehreren Wettkampf­spielen ein Remis mit Schachagent „Deep Junior“ und teilt sich somit den Weltmeister­titel mit dem virtuellen Experten. Immerhin ist das Expertenprogramm nach Mann/Frau-Pro­gram­mierjahren ziemlich anspruchsvoll. Dass KI (künstliche Intelligenz) in vielen Anwen­dungsbereichen den Menschen auch in der Gemeinschaft der Wissenschaftler und Tech­nologen längst übertrifft und die Grenze allein in der computerunterstützten kollektiven Pro­grammierpotenz aufscheint, ist aufgezwungene Einsicht. R. Penrose betont dagegen den Mangel an intuitiver, nichtberechenbarer und integrierende Vor­ausschau, als Wesensschicht menschlichen Bewusstseins.  

Die ketzerische Frage taucht auf: müssen die Legionen der Gottesengel, der Got­tes­agenten im vor dem Schöpfer sich verantwor­tendem Selbstbewusstsein gedacht werden? Immerhin zeigt sich die Menge der himmli­schen Heerscharen bei der Christgeburt im Gotteslob. Nach dem Jesuswort zur Würde der Kinder: „ ..ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen allezeit das Angesicht meines Vaters im Him­mel“ [Mat 18,10] ist solches Sehen wohl bewusst. Bei den dem Teufels­fürsten Luzifer botmäßigen Dämonenheer möchte man eher nur die anima vegetativa denken. Die koboldartige kollektive Potenz drängt sich auf. Ist die anima vegeta­tiva, die Leibseele als individuelles Expertenpro­gramm im cww kopierbar? Beses­senheit ist nach Biblischer Diagnose schrecklicher Geisterterrorismus gegenüber Menschen, ja sogar Tieren. Jesus befreit zwei Besessene mit dem Machtwort [Mat 8,30]: „Fahrt aus! Da fuhren sie aus und fuhren in die Säue. Und siehe, die ganze Herde stürmte den Ab­hang hinunter in den See, und sie ersoffen im Wasser“. Bei diesem engelischen und dämo­nischen Metarealismus sind viele Fragen un­beant­wortet. Doch der Hyperraum-Metarea­lismus verlockt zum bildhaften bedenken:

Schafft und handelt nicht der Schöpfer vermittelt durch die Myriaden von En­gelwe­sen? Dienstbare Geister ist ihr Wesen! Wenn schon der Mensch zunehmend in der Avatar-Robotik sich intelligente Knechte schafft, vorwiegend auf der zwei­dimensionalen Pi­xelmatrix des Bildschirmes aktiviert, wie vielmehr der Schöpfer – gepriesen sei Er -  in der dreidimensionalen Planck-Pixelmatrix des Hyperraum­feldes? Immer wieder in der analogen Differenz, der Gleichnisrede ge­wagt, tauchen Bilder auf: Die Internet-www-Agenten verströmen in ihrer aktualisierbaren modul­geordneten Expertensoftware im glo­balen Netz. Ist nicht analog das cww (cosmic wide web) bestückt mit spezifischen Modulen von Expertensoftware für Dies und Das in der Schöpfung? Haben die geschaffenen Engel im Botendienst Macht, analog den www-Internet-Agenten, auf Dienstanweisung Module zu koordinieren und zu aktivieren? Der Theologe Günter Wieske wagte den Titel: „Wie geht es Gott“ und sinnierte darüber, ob die beteiligten En­gel vielleicht spielerisch Formen für Tiere und Pflanzen entwarfen, die sich in so man­chen grotesken Artexemplaren nieder­schlu­gen.  Wie auch immer – der Dreieine Gott allein weiß es – die Vermutung ist im diffe­renten Analogieschluss nicht Wind, dass die Weisheit des Schöpfers und die spielerische Ausschöpfung der Ideen durch die  Engel Expertenmodule für alle möglichen biologi­schen Funktionen und Arttypen zunächst im cww mit Speicher­adresse horteten. Bei jegli­cher Ontogenese, der Entfaltung eines be­fruchteten Sa­mens oder einer befruchteten Eizelle schöpft eine individuelle Instanz Schritt für Schritt die arttypische Experten­software aus. Bei den Pflanzen die anima ve­getativa als Kopierbild, bei den Tieren die doppelte anima vegetativa und sensitiva und beim Menschen die dreifaltige Geistseele göttlicher Stiftung. Dafür votierte der Göttin­ger Anatom Erich Blechschmidt mit sei­nem Prinzip der Erhaltung der In­dividualität, dem er den Rang eines fundamentalen Er­haltungssatzes der Schöp­fung zumaß.

Haben die gefallenen Engel Macht, das Gute zu desavouieren? Der Basler Zoo­loge Adolf Portmann grübelte in Biologie und Geist [1956] über die raffiniert tötende Po­tenz der Tollwutviren. Sein kühnes Urteil: Wir begegnen einer Dämoni­schen Program­mierung! Ähnlich sind die AIDS-Viren mit Intelligenz geschustert hochspezifisch de­struktiv wirksam. Dämonische Programmie­rung!? Schöpfungs­intelligenz hat er wohl nicht, der Böse mit seinem Kobold-Heer und seiner Kopier- und Nachäffungsmacht. Aber vielleicht doch Intelligenz zum Missbrauch der fein zugerichteten Expertenmodule.

Der Apostel Paulus spricht von der Unterjochung der Schöpfung, einer Preisgabe an die Gegenmacht: Unterworfen auf Hoff­nung der Befreiung [Röm 8,18ff]. Bis zur Lösung im Zeichen der Parusia, der kosmos-öf­fentlichen Machtergreifung, lastet der Bann.

Das uns technisch und politisch verfüg­bare WWW und das analoge geschaffene und nach Verheißung betend beeinflussbare cww sind umkämpft, weil vorläufig der Sich­tungsmacht preisgegeben!

Bis zu diesem Tage sollen wir beten: Führe uns nicht in Versuchung, sondern er­löse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit – Amen.

Angekündigte Ergänzung zu: Engel und Dämonen  – in biblischer und kirchlicher Sicht.
Diakrisis 28.Jg. Heft 3, 2007, 120-131.

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